28.11.2019
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Schneewehen, Neuschnee
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m NN ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer meist GERING, 1. Stufe. Viele Windplatten und weiche Schneewehen, die sich besonders an steileren Hängen bei etwas höherer Belastung der Schneedecke auslösen können. Spontane Lawinen heute unwahrscheinlich.
Schneeverhältnisse
Gestern oberhalb ca. 1800 m NN sind in den Julischen Alpen 10 bis ca. 20 cm Schnee gefallen, anderswo meist unter 10 cm. Neuer Schnee ist weich und stark windgepresst, die alte Schneedecke oberhalb ca. 2300 m NN meist krüstig und hart, weich nur in geschützten schattigen Lagen. Viele Sastrugi, windexponierte Stellen stark vereist. Schnee ist in schattigen Lagen schlecht umgewandelt.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute zunächst noch lokale Schauer, nachmittags Niederschläge endend. Schneefallgrenze meist oberhalb ca. 1600 m NN. Überwiegend bewölkt und neblig. Mäßiger Südwestwind. Am Freitag im Hochgebirge oberhalb ca. 1500 m teils klar mit gelegentlich zunehmender Bewölkung mit Sohle hoch über den Gipfeln. Tiefer in den meisten unserer Berge überwiegend bewölkt und neblig, nach Osten weniger Bewölkung. Schwacher bis mäßiger West- bis Nordwestwind. 0-°C-Isotherme bei ca. 2000 m NN.
Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse
Neuer Schnee bleibt oberhalb ca. 2100 m im Hochgebirge trocken und weich, tiefer setzt er sich etwas. Heute können sich von steilen Hängen noch kleine bis mittelgroße Lawinen von Neuschnee lösen, bis morgen verbessern sich die Lawinenverhältnisse leicht. Morgen tagsüber keine größeren Veränderungen.
Nächste Ausgabe: Freitag, 29.11.2019
Quelle: ARSO