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Neuigkeiten / Schneelage 28.12.2020

Schneelage 28.12.2020

28.12.2020
Gefahr ist 4. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GROSS.

Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee, schwache Schichten



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr liegt derzeit oberhalb ca. 1700 m BERICHTIGT, 3. Stufe, tiefer MODERAT, 2. Stufe, wird sich aber heute tagsüber deutlich erhöhen. Neuschnee, der vor einigen Tagen fiel, wurde vom starken Nordwind stark ausgetragen und bildete zahlreiche Windkissen und Windkrusten. Auf manchen Hängen kann man schon bei geringer Belastung eine Windkissenlawine auslösen. In der Nacht setzte mässiger bis starker Südwind ein, der bereits neue Windkissen aufbaut. Gleichzeitig begann es zu schneien. Die Verhältnisse werden sich in den nächsten Stunden rasch ändern. Wegen der Menge an Neuschnee erwarten wir spontane Trockenschneelawinen. Beim Kontakt mit hartem und vereistem Untergrund verbindet sich der Schnee schlecht, zudem wird die neue Schneedecke den Windschnee überlasten, weshalb spontane Windkissenlawinen möglich sind. Auch wegen des schlechten Wetters raten wir vom Berggang ab.



Schneeverhältnisse

Im Hochgebirge liegt eine dicke Schneedecke, die der starke Wind stark umgeformt hat. Windexponierte Stellen sind stark ausgeblasen und stellenweise vereist, auf Luvseiten zahlreiche Windkissen, die auch gekrochen sind. Wegen der Kälte hat sich die Schneedecke nur langsam umgewandelt und stabilisiert. Mäßiger bis starker Wind baut heute neue Schneelager vor allem auf Nord- und Nordwesthängen auf. Günstigere Verhältnisse herrschen im Mittelgebirge, wo die Schneedecke deutlich dünner ist. Unterhalb der Baumgrenze liegt auch etwas leichter Schnee. Die Schneedecke reicht bis in die alpentäler. Bis morgens fielen ca. 5 cm Trockenschnee. Heute und morgen erwarten wir starken Schneefall, besonders im Hochgebirge weht starker Wind aus südlichen Richtungen. Der Zustand der Schneedecke ändert sich rasch.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute bewölkt und neblig mit Schneefall. Bis abends können insgesamt 20 bis 70 cm Schnee fallen, am meisten im Gebiet der Julischen Alpen, weniger in den östlichen Gebirgsgruppen. Es weht starker Wind aus südlichen Richtungen. Temperatur auf 1500 m ca. -2, auf 2500 m -7 °C. Dienstag in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje wechselnd bis meist bewölkt, stellenweise neblig, anderswo meist bewölkt und neblig. Gelegentlich Schneefall, häufiger in der westlichen Hälfte unserer Berge. Es fallen weitere 10 bis 40 cm Schnee. Es weht mäßiger bis starker Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. -2, auf 2500 m -8 °C. Mittwoch frühmorgens oder vormittags endet der Schneefall, tagsüber Rissbildung. Südwestwind nimmt ab. Auf 1500 m ca. -3, auf 2500 m ca. -9 °C.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Die Lawinenabgangsgefahr wird heute nachmittag und morgen wegen der grossen Menge Neuschnee oberhalb ca. 1500 m GROSS, 4. Stufe, tiefer MODERAT 3. Stufe. Neuschnee verbindet sich vielerorts schlecht mit dem Untergrund, zudem lösen sich wegen Überlastung der alten Schneedecke spontan auch Windkissenlawinen, auf Nord- und Nordwesthängen entstehen neue Windkissen. Besonders gefährdet sind steile Hänge, Rinnen und steilere grasbewachsene Hänge, wo auch Grundlawinen möglich sind. Neuschnee bedeckt alte Windkissen, die Gefahr ist schwer erkennbar. Wegen Kälte wandelt und stabilisiert sich die Schneedecke nur langsam. Berggang in den nächsten Tagen raten wir ab.



Nächste Mitteilung: Mittwoch, 30. 12. 2020



Quelle: ARSO
         
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