28.03.2018
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 28. 3. 2018
Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr liegt oberhalb etwa 1300 m Meereshöhe meist MÄSSIG, Stufe 2. Tiefer ist sie aufgrund geringerer Schneemengen und bereits stärker umgewandelter Schneedecke GERING, Stufe 1. Hauptproblem ist weiterhin die schwache Bindung zwischen alter harter Schicht und größeren Mengen neueren schlecht verbundenen Schnees. Neue Schichten, vor allem in Windkissen, sind potenziell instabil. Mitten am Tag und nachmittags wird der Schnee auf sonnigen Hängen noch etwas labiler. Besonders gefährlich sind steile Hänge und Bereiche mit Windschnee. Dort kann bei stärkerer Belastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden. Die Wahrscheinlichkeit spontaner Lawinen nimmt tagsüber auf sonnigen Hängen, besonders unter etwa 1500 m Seehöhe, leicht zu.
Schneelage
Die Schneedecke ist in schattigen Lagen meist weich oder vereist. Sonst ist sie krüstig, an windexponierten Stellen ausgefegt. Die Verhältnisse ändern sich lokal rasch. An sonnigen Lagen taut der Schnee tagsüber auf, nachts gefriert er wieder. Viel Windschnee.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist sonnig, es weht böiger Südwestwind. Morgen bewölkt. Vormittags Niederschläge vor allem im westlichen Teil unserer Berge, nachmittags oder abends breiten sie sich ostwärts aus. Schneemehgrenze meist zwischen 1300 und 1500 m. Freitag nehmen die Niederschläge vorübergehend ab und hören im Osten vorübergehend auf, doch besonders im Posočje noch mäßige Intensität. Schneemehgrenze schwankt etwas. Samstag breiten sich die Niederschläge wieder ostwärts aus, in der Nacht zum Sonntag kann die Schneemehgrenze auch unter 1000 m sinken.
Tendenz der Schneelage
Lawinenlage ändert sich ab morgen rasch. ÜBER der Schneemehgrenze dickt die Schneedecke zu. Wind bildet Windkissen. Bis Freitagmorgen in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken voraussichtlich 20 bis ca. 50 cm Neuschnee, weiter östlich bis ca. 20 cm. Höher schneit es auf meist krustige Unterlage, daher schwache Schicht unter Neuschnee. Tiefer ist Schnee nass und verbindet sich besser mit der Unterlage. An steilen Hängen können schlecht verbundene Schneelawinen abgehen, durch Windschnee wird die Schneedecke wieder bedingt instabiler. UNTER der Schneemehgrenze regnet es die alte Schneedecke voll, daher können an steilen Hängen Grundlawinen abgehen. Tiefer, wo jetzt wenig Schnee liegt, ist die Gefahr geringer.
Nächste Ausgabe: Freitag, 30. 3. 2018
Quelle: ARSO