31.12.2023
Allgemeiner Lawinenwarnstufe - Sonntag, 31.12.2023
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode
Gefahrenmuster: Windplatte mit Schnee bedeckt
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist GERING, Stufe 1, steigt aber durch Schneefall. Die alte Schneedecke ist meist gut verbunden und stabil, gefährlich sind nur einzelne steile Hänge und Rinnen im Hochgebirge mit mehr Windschnee. Die Oberfläche der Schneedecke ist vor allem in Mulden und windexponierten Stellen vereist. Auf diesem Untergrund fallen in den nächsten 24 Stunden 20-50 cm Schnee. Die Wetterlage ist durch schlechte Sicht, Wind, Niederschläge und Neuschnee ungünstig für Silvester im Freien in den Bergen.
Schneelage
Fortgesetztes sonniges und für die Jahreszeit mildes Wetter. Schnee hat sich gesetzt, tagsüber nass geworden und nachts vereist, die Kruste trägt meist Gewicht. Im Mittelgebirge ist sehr wenig Schnee, einige Hänge sind stellenweise bis 2000 m schneefrei.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Im Westen oberhalb 1300 m schneit es bereits leicht, begleitet von mäßigem Südwestwind. In den nächsten Stunden verstärkt sich der Südwestwind weiter, es wird wärmer, die Schneefallgrenze steigt mindestens auf 1500 m, oberhalb 1800 m fällt meist trockener Schnee. Die Niederschläge verstärken sich nachmittags und breiten sich abends auch nach Osten aus. Der Großteil fällt bis Montagmorgen, dazwischen möglich stärkere Niederschläge mit Graupel. In der zweiten Nachthälfte kühlt es ab, die Schneefallgrenze sinkt im Norden unter 1000 m. Montagmorgen weht vorübergehend starker Nordwind, der sich tagsüber legt und von schwachem Westwind abgelöst wird. Montagvormittag klärt es sich im nördlichen Teil des Landes vorübergehend teilweise von Westen auf, mittags kommt aber Hochnebel auf.
Tendenz der Schneelage
Auf hartem Untergrund fallen in den West- und Südlichen Julischen Alpen oberhalb 1800 m über 50 cm trockener Schnee, oberhalb 1500 m bis 20 cm nasser. Sonst oberhalb 1800 m bis 30 cm trockener Schnee. Während des Schneefalls baut der Wind auf der Nordseite der Grate Verwehungen auf, nach Windwechsel können kleinere Verwehungen auch auf der Südseite entstehen. Schlechte Bindung neuer Verwehungen an den alten Untergrund ist die größte Bedrohung in den nächsten Tagen. Das Risiko für lockerplattige Lawinen ist dort noch höher, wo auch Graupel fällt.
Nächste Ausgabe: Montag, 1.1.2024
Quelle: ARSO