31.03.2016
GEFAHRLAGE
Lawinengefahr ist MODERAT, Stufe 2.
Die Schneedecke hat sich durch das Tauwetter weicher gemacht und ist etwas weniger stabil geworden. Bei sonnigem Wetter weicht der Schnee auf sonnigen Hängen tagsüber noch weiter auf. An steilen Hängen können sich spontan Nassschneelawinen lösen, an steilen grasbewachsenen oder laubbedeckten Hängen sind Bodenlawinen von Nassschnee möglich. Schnee kann durch starke Mehrbelastung ausgelöst werden, besonders an windverfrachteten Stellen.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
In den Bergen war es ziemlich sonnig, nur im westlichen Teil unserer Berge gelegentlich wolkiger. Die Schneegrenze ist auf ca. 2400 m gestiegen. Bei windigem Wetter fror der Schnee auch nachts nicht, außer in geschützten Lagen. Tagsüber nässte es auch an sonnigen Lagen im Hochgebirge, nachts fror es dort. Tiefer unten taut Schnee schnell, besonders an sonnigen Hängen.
In den Julischen Alpen auf 2500 m von 250 bis ca. 340 cm Schnee, auf 1500 m von 130 bis ca. 260 cm, auf 1000 m bis ca. 10 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m von 40 bis ca. 90 cm Schnee, weniger nach Osten. Erhebliche Schneedecke beginnt bei ca. 900 m Seehöhe, an Südhängen sogar oberhalb 1100 m.
Die Schneedecke ist derzeit weich, nur im Hochgebirge und in geschützten Lagen friert sie nachts und taut tagsüber auf. In schattigen Lagen des Hochgebirges ist Schnee stellenweise noch relativ schlecht umgewandelt, meistens krustig. An windoffenen Lagen ist Schnee stark windverfrachtet. Morgens ist die Oberfläche stellenweise hart und vereist im Hochgebirge.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute teils klar mit zeitweise zunehmender Bewölkung, im Osten meist klar. Es weht kräftiger Südwestwind. Ähnliches Wetter auch morgen, abends nachlassend. Schneegrenze bei ca. 2400 m.
Samstag anfangs mäßig bis meist bewölkt, tagsüber Aufklarungen. Etwas kühler vor allem unter ca. 2500 m, höher keine großen Temperaturunterschiede.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Schneedecke setzt sich auch morgen rasch ab und taut im Mittelgebirge. In der Nacht auf Samstag gefriert sie, tagsüber durch etwas tiefere Temperaturen und anfänglich mehr Bewölkung taut sie weniger auf. Lawinengefahr nimmt vorübergehend etwas ab.
Nächster Bericht wird am FREITAG, 1.4.2016 vormittags herausgegeben.
Quelle: ARSO