31.05.2019
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee, nasser Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr im Hochgebirge oberhalb ca. 2200 m Seehöhe ist ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer meist GE RING, 1. Stufe. Besonders gefährdet sind steile Hänge, wo sich tagsüber durch Erwärmung insbesondere Nassschneelawinen lösen können. Auch Stellen mit verharschtem Schnee sind gefährlich, wo bei geringer Belastung der Schneedecke vor allem Plattenlawinen ausgelöst werden können.
Schneelage
In den letzten Tagen ist im Hochgebirge, vor allem oberhalb ca. 2200 m Seehöhe, reichlich Schnee gefallen. Wind hat Verwehungen an West- und Südseiten von Graten und Sätteln gebildet. Neuschnee setzt sich zwar schnell ab, aber tägliche Erwärmung und Sonne machen die Schneedecke an den höchsten Gipfeln instabil, weich und pulvrig.
Erwartete Wetterentwicklung
In den nächsten Tagen wird es wärmer, Schnegrenze über den höchsten Gipfeln. Keine nennenswerten Niederschläge, die die Menge an Neuschnee erhöhen würden, Regen kann lokal nur die Schneedecke aufweichen.
Entwicklungstendenz der Schneelage
An den höchsten Gipfeln bleibt die Schneedecke zunächst noch relativ labil. Von steilen Hängen können sich spontan Nassschneelawinen lösen, auch einzelne Platten vor allem an sonnigen Hängen. Schnee setzt sich schnell ab, tiefer auch taut er.
Nächste Ausgabe: Freitag, 15.11.2019
Quelle: ARSO