31.01.2025
Allgemeiner Lawinenwarnstufe - Freitag, 31. 1. 2025
Die Gefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen 5-stufigen Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 2200 m BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer MODERAT, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere Hänge mit Windschnee, wo schon bei geringer Belastung Plattenlawinen ausgelöst werden können. Platten hauptsächlich an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln. Windoffenen Lagen sind ausgefegt, unter ca. 2200 m ist der Schnee dort vereist und vereist, hohes Abrutschrisiko. Unter ca. 2200 m ist die Schneedecke meist stabil, nur in Luvlagen vereinzelt kleinere Schneehaufen, die auf steilen Hängen unter Belastung abrutschen und Sturz oder Gleiten verursachen können.
Schneelage
Bei trockenem und relativ kaltem Wetter blieb der in der ersten Wochenhälfte gefallene Schnee im Hochgebirge trocken und weich, stark ausgefegt, meisten Platten an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln. Neuer Schnee mehr nur in höchsten Teilen unserer Berge, über 10 cm nur oberhalb ca. 2300 m. Tiefer liegt neuer Schnee auf harter Basis, die recht stabil ist, im Inneren ist alte Schneedecke auch nass durch viel Regen. Im Mittelgebirge Schnee nachts und morgens vereist, tagsüber taut vor allem an sonnigen Lagen. Nullgradgrenze derzeit bei 2000 m.
Erwartete Wettersituation
Heute, Freitag, allmählich von Westen bewölkt, etwas kältere Luft strömt zu. Westwind nimmt am Nachmittag ab. Abends und in der Nacht zu Samstag Niederschläge, Schneefallgrenze unter 1000 m. Mehr Niederschlag im Bereich Julische Alpen, westliche Karawanken sowie Hügel nördlicher Primorska und Notranjska. 5 bis über 10 cm Schnee möglich, weniger in östlichen Karawanken und östlichem Teil der Kamnik-Savinja-Alpen. Schwacher bis mäßiger Ostwind. Samstag bewölkt, vor allem in Julischen Alpen vormittags vereinzelt leichter Schneefall möglich, sonst meist trocken. Sonntag teils klar und wieder wärmer. Nullgradgrenze steigt auf ca. 2000 m, Luft aber recht trocken. Schwacher Südwestwind im Hochgebirge. Montag trockenes Wetter setzt sich fort, wieder kälter.
Entwicklung der Schneelage
In der Nacht zu Samstag und Samstagmorgen ca. 5-10 cm Neuschnee in den Bergen erwartet, stellenweise in den Juliern vielleicht etwas mehr. Neuer Schnee zu wenig, um Lawinenlage wesentlich zu verändern. Frischer Schnee bedeckt hart- und vereiste Flächen, die dadurch schwerer erkennbar. Wind nicht stark, aber genug, um frischen Schnee auf Graten auszufegen. Kleine Verwehungen entstehen an Westseiten von Graten und Sätteln. Im Hochgebirge oberhalb 2200 m oder etwas höher bleibt Lawinengefahr BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer meist MODERAT. Höher achten auf steileren Hängen, wo an Windschneeplätzen Plattenlawinen möglich, tiefer geringe Wahrscheinlichkeit. Abrutschgefahr besteht weiter. Insgesamt nimmt Lawinengefahr in den nächsten Tagen auch im Hochgebirge langsam ab.
Nächste Ausgabe: Montag, 3. 2. 2025
Quelle: ARSO