Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
Neuigkeiten / Schneelage 3.2.2021

Schneelage 3.2.2021

4.02.2021
Die Lawinengefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – ERHEBLICH.

Hauptproblem: anhäufender Schnee, rutschender Schnee



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr liegt oberhalb von ca. 1700 m n. m. ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer in der Regel mäßig, 2. Stufe. Gefährlich sind steile Hänge sowie Stellen mit anhäufendem Schnee darauf, ebenso Mulden, in denen Schnee aufgetürmt ist. Dort kann bereits bei geringer Belastung eine Plattenlawine ausgelöst werden, einzelne spontane Lawinen sind möglich, meist jedoch kleiner Ausdehnung. Tiefer ist durch Abtauen erneut Bodenlawinen möglich, vor allem auf steilen grasbewachsenen Hängen.



Schneelage

In den letzten Tagen trockenes Wetter. Bereits gestern floss in Höhen wärmere Luft zu, heute sind Temperaturen über 0 °C fast bis zu den höchsten Gipfeln. Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich. Meist krustig, die Kruste entstand durch Wind, vor allem an sonnenseitigen Mittelgebirgshängen auch durch tagsüberliches Schmelzen und nächtliches Einfrieren. Etwas Prachtschnee nur in geschützten Lagen des Hochgebirges. Windexponierte Lagen sind stark vereist, hart und vereist. Durch die Erwärmung wird die Schneedecke feuchter und nasser, nur im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 bis 2000 m n. m. wird dieser Einfluss deutlich geringer sein.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute meist bewölkt und neblig, stellenweise in den Julischen Alpen und im Vorland gelegentlich leichter Niederschlag, die Schneefallgrenze steigt und liegt nachmittags bei ca. 1300 m. Wenig Niederschlag, weiter östlich keiner. Am Tag klart es im östlichen Teil unserer Berge etwas auf. Es weht starker Südwestwind. Gefriergrenze bei ca. 2600 m n. m., gelegentlich höher. Morgen im östlichen Teil unserer Berge meist klar, in den Julischen Alpen sowie teilweise auch in den westlichen und mittleren Karawanken sowie Steirischen Alpen mäßig bis meist bewölkt und stellenweise gelegentlich neblig. Keine nennenswerten Niederschläge. Es weht mäßiger, stellenweise noch verstärkter Westwind. Gefriergrenze bei ca. 2500 m n. m. Am Freitag anfangs bewölkt und stellenweise neblig, am Tag vor allem im Osten teilweise Aufklarung. In den westlichen und südlichen Julischen Alpen sowie im Vorland gelegentlich leichter Niederschlag, Schneefallgrenze bei ca. 1700 m. Es weht mäßiger bis starker Südwestwind. Am Samstag noch keine größere Veränderung, in der Nacht auf Sonntag verstärken sich die Niederschläge im Westen und breiten sich sonntags nach Osten aus. Die Schneefallgrenze kann zunächst noch etwas steigen, dann sinken.



Tendenz der Schneelage

Die Schneelage verändert sich durch schrittweises Abtauen. An steileren und sonnenseitigen Hängen treten einzelne Nassschneelawinen auf. Morgen und freitags verstärkt sich der Abtaueinfluss, vor allem im Mittelgebirge treten Nassschneelawinen auf. An steilen Hängen lösen sich auch Gleitlawinen. Vor allem unter 2000 m erhöht sich die Lawinengefahr. Im Hochgebirge starke Windexposition, die Schnee auf Osthänge transportiert. Grate sind vielfach hart oder vereist, daher gefährlich für Ausrutschen.



Nächste Ausgabe: Freitag, 5. 2. 2021



Quelle: ARSO
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies