4.04.2015
Die Lawinengefahr liegt derzeit noch bei Stufe 2.
Die Schneedecke ist bereits recht stabil, die oberste Schneeschicht ist etwas instabil auf der alten, krustigen Unterlage, tiefer unten ist der alte Schnee bis zum Boden durchnässt.
Das Risiko ist moderat. Spontane Lawinen werden nicht erwartet. Eine Lawine kann vor allem durch größere Zusatzbelastung der Schneedecke auf steileren Hängen sowie an windbelasteten Stellen ausgelöst werden.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es recht sonnig und gelegentlich windig. Es hat sich abgekühlt, die Schneefallgrenze liegt nun bei ca. 1200 m ü. NN. Die oberste Schneeschicht hat sich umgewandelt, die Kruste hat sich verstärkt, teils auch durch Wind, auf sonnseitigen Hängen im Mittelland auch durch tägliche Erwärmung unter Einfluss der Sonne.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. In den Julischen Alpen bei 2500 m ü. NN bis ca. 220 cm Schnee, bei 1500 m bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen weniger Schnee, bei 1500 m bis ca. 30 cm. Maßgebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1100 m ü. NN, auf sonnseitigen Hängen meist oberhalb ca. 1400 m.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, an windexponierten Stellen hauptsächlich hart, Schnee abgeschliffen bis zur alten Unterlage. Viele Verwehungen und Platten. Tagsüber taut bei eventuell sonnigem Wetter die Sonne an sonnseitigen Hängen etwas auf, vor allem im Mittelland.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute sonnig. Morgen bewölkt, nachmittags gelegentlich leichter Schneefall, unter ca. 900 m leichter Regen. In der Nacht zum Sonntag sinkt die Schneefallgrenze auf ca. 400 m ü. NN, die Niederschläge lassen nach. Bis Sonntagmorgen können bis 5 cm Schnee fallen. Es weht starker Nordost- bis Nordwind. Sonntags scheint gelegentlich die Sonne. Schneefallgrenze bei ca. 1000 m ü. NN. Montagvormittag meist klar, nachmittags wechselnd bewölkt mit lokalen Schneeschauern. Noch weht Wind aus nördlichen Richtungen. Kalt.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Lawinenlage ändert sich kaum. Lawinengefahr sinkt durch kaltes Wetter auf Stufe 1. Da es wenig Sonne gibt, ist kein großer Sonneneinfluss zu erwarten, etwas mehr besonders montags vormittags, aber wegen relativ niedriger Temperaturen vor allem im Mittelland.
Nächster Bericht erscheint Dienstag, 7.4.2015.
Quelle: ARSO