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Neuigkeiten / Schneelage 4.2.2019

Schneelage 4.2.2019

4.02.2019
Die Lawinenwarnstufe beträgt 3 auf der europäischen Fünfstufen-Skala - BEACHTLICH.

Hauptproblem: verharschter Schnee, schwache Schichten

Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr ist in den Bergen oberhalb etwa 1600 m Seehöhe BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind Stellen mit verharschtem Schnee auf steileren Hängen, wo sich noch spontan cohesive Lawinen lösen können, und wo man eine Lawine auch bei geringer Belastung des Schnee-Decks auslösen kann. Am meisten Windkissen gibt es an den Nordseiten von Graten und Sätteln. Tagsüber wird die Sonne auf Südabhängen die Schneedecke leicht verkrusten, wodurch sich tagsüber die Möglichkeit spontaner Lawinen von steilen Hängen etwas erhöhen kann. Unter etwa 1600 m Seehöhe ist unter frischem Schnee die Schneedecke wassergesättigt, die sich auf steilen Hängen stellenweise noch ablösen kann.



Schneelage

Seit Freitag schneit es in den Bergen, gelegentlich stieg die Schneefallgrenze über 1600 m Seehöhe, gegen Ende der Niederschläge sank sie unter 1000 m. Tiefer unten schmolz der Schnee, die Schneedecke setzte sich stark ab, danach fielen 10 bis ca. 30 cm Schnee, je nach Seehöhe. Höher oben schneite es stärker, am meisten Schnee fiel in den westlichen und südlichen Julischen Alpen, stellenweise bis ca. 200 cm, anderswo in unseren Bergen 40 bis ca. 160 cm, weniger in den östlichen Karawanken, mehr in den zentralen Julischen Alpen sowie in den westlichen und zentralen Karawanken. Die Schneedecke ist weich und luftig, tiefer, wo meist Regen fiel, ist der Schnee bei Abkühlung stellenweise gefroren. Viel verharschtes Schnee, am meisten an Nordseiten von Graten und Sätteln. Windexponierte Stellen sind stark ausgefegt, es sind auch Lawinenhäupfe entstanden.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute meist klar. Die Nullgradgrenze liegt bei ca. 900 m Seehöhe. Es weht schwacher Wind aus Ost. Morgen zunächst mäßig bis meist bewölkt, nachmittags etwas mehr Sonne. Mehr Klarheit in den westlichen Julischen Alpen. Nachmittags strömt wärmere Luft zu und abends liegt die Nullgradgrenze schon bei ca. 1700 m über dem Meer. Zunächst weht schwacher Nordostwind, der tagsüber etwas auffrischt. Mittwoch meist klar. Es weht mäßiger Nordostwind. Nullgradgrenze bei ca. 2000 m.



Tendenz der Schneelage

Die Schneedecke wird sich langsam setzen und umbilden, langfristig wirkt die Erwärmung in den nächsten Tagen stabilisierend auf die Schneedecke, anfangs wird sie jedoch durch wärmeres Wetter etwas labiler. Auch der Einfluss der Sonne auf Sonnenseiten ist spürbar, wo mittags und nachmittags die Schneedecke etwas instabiler ist als den Rest des Tages. Dort bildet sich auch Kruste. Im Hochgebirge transportiert in den nächsten Tagen der Nordostwind Schnee und bildet Verwehungen an Süd- und Westseiten von Graten und Sätteln. Die Schneedecke bleibt potenziell instabil, die Gefahr bleibt BEACHTLICH, Stufe 3, nur tiefer im Mittelgebirge MÄSSIG, Stufe 2, wegen geringerer Schneemenge. Von steilen Hängen erwarten wir noch spontane Ablösungen einzelner Lawinen von nicht haftendem Schnee im Hochgebirge, bereits bei geringer Belastung der Schneedecke können sich zahlreiche Kissen lösen. Wir empfehlen BESONDERE VORSICHT!



Nächste Ausgabe: Donnerstag, 7.2.2019



Quelle: ARSO
         
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