4.03.2015
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe; tiefer, meist unterhalb der Waldgrenze, 1. Stufe.
Eine Lawine kann bei stärkerer Belastung der Schneedecke ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen und an Stellen mit windgepresstem Schnee.
Das Risiko besteht weiterhin hauptsächlich durch die schlechte Verbindung zwischen der alten, krustigen und teils vereisten Unterlage und der oberen Schicht neueren Schnees.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen schneite es am Montag leicht, am Dienstag war sonniges Wetter. Der Südwestwind hat den neuen Schnee in Verwehungen geblasen. Die Schneegrenze lag bei ca. 1300 m ü. NN. Die Schneedecke wandelte sich langsam um, auf sonnigen Hängen verdichtete sie sich oder es bildete sich Kruste.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. Auf 2500 m ü. NN in den Julischen Alpen bis ca. 210 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 120 cm, auf 1000 m von 20 bis ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen etwas weniger Schnee.
Wesentliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1000 m ü. NN, in Tälern und Gräben auch tiefer.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist weich und einsinkend, im Mittelland nachts und morgens vereist und hart, auf sonnreichen Hängen tagsüber weich. Kruste bildete sich und verstärkte sich durch tagzeitliche Erwärmung und nächtliche Vereisung auf sonnreichen Hängen und Flächen. Viele Verwehungen und Platten, die besonders in Gräben noch relativ instabil sind. Grate und windexponierte Lagen sind stark vereist und daher stellenweise hart und vereist, teils kahl.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist bewölkt, in den Bergen leichter Niederschlag möglich, etwas ausgeprägter in den Hügeln der Notranjska und teilweise nördlichen Primorska. Nachmittags weht starker Nord- oder Nordostwind. Schneegrenze derzeit bei ca. 1700 m ü. NN. Tagsüber Abkühlung, abends und morgen Schneegrenze bei ca. 900 m ü. NN. Morgen, Donnerstag, meist bewölkt und trocken. Starker Nord- bis Nordostwind weht weiter Schnee in Verwehungen, vor allem im Hochgebirge.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Lawinengefahr ändert sich in den meisten unserer Berge nicht, nur durch starken Wind entstehen neue Verwehungen vor allem an südlichen Grat- und Passseiten. Durch Abkühlung und bewölkteres Wetter ist der Einfluss der Sonne auf die Schneenumwandlung gering.
Windgepresste Stellen auf steileren Hängen bleiben gefährlicher.
Spontanes Lawinenabgehen wird nicht erwartet.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 6.3.2015.