4.04.2018
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 4. 4. 2018
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Nasser Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Lawinengefahr ist oberhalb ca. 1500 m Meereshöhe meist ERHEBLICH, 3. Stufe. Tiefer, wegen geringerer Schneemengen und bereits stärker umgewandelter Schneedecke, ist die Gefahr MÄSSIG, 2. Stufe. Hauptgefahr unter ca. 1700 m Meereshöhe ist durch positive Temperaturen und Regen aufgeweichter Schnee, besonders auf sonnigen Hängen bis zum Boden durchnässt. Höher können sich vorrangig Platten aus dem Schnee lösen, der am Wochenende zuvor fiel und dessen es unverhältnismäßig viel mehr in den Julischen Alpen gibt als anderswo. Platten können sich auf schwacher Schicht bzw. an der Oberfläche der alten Schneedecke lösen. Besonders gefährdet sind steile Hänge und windgefügter Schnee. Tiefer sind auch Grundlawinen zu erwarten.
Schneelage
Schneedecke oberhalb ca. 1800 m hart oder vereist, tiefer nass und stellenweise aufgeweicht bis zum Boden durchtränkt. Viel windgefügter Schnee seit letzter Schneefallperiode. Die Lage wandelt sich besonders in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken durch Niederschläge.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje mässig bis meist bewölkt. Sonst bewölkt und auch neblig. Besonders in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken gelegentliche Niederschläge mit Schneefallgrenze zwischen 1400 und 1800 m über Meer. Es weht kräftiger Südwestwind. Morgen überall bewölkt und oft neblig. Niederschläge breiten sich tagsüber nach Osten aus. Schneefallgrenze zunächst ähnlich hoch wie heute, tagsüber etwas tiefer. Wind nimmt ab, nachmittags dreht er auf Nord und frisch wieder auf. Freitag meist klar, im östlichen Teil unserer Berge gelegentlich bewölkter.
Tendenz der Schneelage
Wegen neuer Niederschläge wandeln sich heute die Lawinenlage in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, wo oberhalb ca. 1800 m bis ca. 20 cm Schnee fallen. Tiefer macht Regen die Schneedecke nass und sie setzt sich auch. Morgen fallen in den Bergen noch ca. 10 cm Schnee, lokal mehr. Etwas kühler. Von Freitag bis Sonntag sonniger, sodass Schnee besonders auf sonnigen Hängen tagsüber weich wird, nachts zufriert. Deshalb kann morgens die Schneedecke besonders unter ca. 1800 m hart und vereist sein, tagsüber weicht sie durch Sonne auf und destabilisiert sich auf sonnigen Hängen. Lawinengefahr bleibt bis Freitag ERHEBLICH, 3. Stufe, danach ausgeprägterer Tag-Nacht-Rhythmus.
Nächste Ausgabe: Samstag, 7. 4. 2018
Quelle: ARSO