4.05.2022
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 4. 5. 2022
Gefahrlage Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Nassschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr ist ÜBERALL GERING, Stufe 1, und steigt tagsüber durch Tageserwärmung an. Schneemantel meist gut verbunden und stabil. Mehr Vorsicht im Hochgebirge erforderlich, wo der Schnee der letzten Schneefälle noch nicht vollständig umgewandelt ist. Unter hoher Belastung können kleine Plattenlawinen ausgelöst werden. Auf steilen sonnenexponierten Hängen möglich kleine Nassschneelawinen. Ebenso herrschen in höheren Lagen noch winterliche Verhältnisse, windexponierte und schattige Lagen sind besonders morgens und teilweise vormittags rutschgefährdet.
Schneelage
Schnee, der in den letzten Tagen im Hochgebirge gefallen ist, hat sich schnell gesetzt und geschmolzen. Tiefer unten liegt vor allem in schattigen Lagen alter und umgewandelter Schneemantel, oberhalb ca. 2000 m darauf etwas neuerer Schnee. Tagsüber wird Schnee weich, nachts gefriert er und ist daher morgens hart und vereist, neuerer krustig. Im Mittelgebirge liegt Schneemantel nur noch in schattigen Lagen.
Erwartete Wettersituation
Heute zunächst meist klar. Tagsüber aufbauende Kumuluswolken, nachmittags lokale Schauer, möglich auch Gewitter. Schwacher Südwestwind. Morgen ähnliches Wetter, nur nachmittägliche Schauer etwas weniger wahrscheinlich. Nullgradgrenze auf ca. 2500 m ü. NN. Freitag bewölkt und neblig mit gelegentlichen Niederschlägen ab ca. Mittag. Schneefallgrenze ca. 2000 m ü. NN. Ostwind.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Schneelage bleibt heute und morgen ähnlich, nur Schnee weicht durch höhere Temperaturen etwas stärker auf, Neuerer taut schneller ab. Mögliche kleine Lawinen oder Ausfälle von Südschnee. Morgens Rutschgefahr im Hochgebirge. Nächsten Lawinenbericht veröffentlichen wir am Freitag, 6.5.2022.
Nächste Ausgabe: Freitag, 6. 5. 2022
Quelle: ARSO