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Neuigkeiten / Schneelage 5.12.2022

Schneelage 5.12.2022

5.12.2022
Allgemeine Lawinenwarnstufe - Montag, 5. 12. 2022
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Regen

Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist oberhalb etwa 1900 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2, tiefer meist GERING, Stufe 1. Aufgrund der größeren Menge Neuschnee sind heute und morgen im Hochgebirge spontane kleine bis mittelgroße Lawinen von trockenem Schnee möglich. Auch erheblich ist die Gefahr von Plattenlawinen, die sich sowohl auf nördlichen als auch östlichen Hängen befinden. Im Mittelgebirge ist weniger Schnee vorhanden, er hat sich bereits gesetzt, daher nimmt dort die Gefahr ab. Dennoch können sich heute vor allem auf steilen grasbewachsenen Hängen kleine Nassschneelawinen lösen.

Schneelage
Am Wochenende hat in den Bergen meist geschneit, gelegentlich fiel auch Regen, der an vielen Stellen gefror. In der Nacht auf Montag wurde es wärmer. Die Nullgradisotherme stieg auf etwa 1900 m Seehöhe. Gleichzeitig erreichten uns neue Niederschläge, die Schneefallgrenze liegt derzeit zwischen 1500 und 1900 m Seehöhe, tiefer schneit es im Bereich der zentralen und östlichen Julier. Von Freitag bis Montagmorgen fielen in den hohen Juliern fast 0,5 m Schnee, anderswo verdickte sich die Schneedecke nur um ca. 10 cm, da Nassschnee fiel oder es sogar regnete. Während des Schneefalls wehte starker Südwind, der montags auf Südwest drehte. Im Hochgebirge ist der Schnee trocken, es gibt viele Schneewechten, Platten und auch Lawinenbäuche. An exponierten Stellen ist die Schneedecke mit Kruste aus hartem Reif bedeckt. Unterhalb ca. 2000 m Seehöhe wird der Schnee zunehmend feucht, im Mittelgebirge setzt er sich auch und taut. Lokale ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Eiskruste vorhanden.

Erwartete Wettersituation
Heute bewölkt und neblig, im Hochgebirge reichlicher Schneefall, im Mittelgebirge Regen oder Regen mit Schnee. In der Nacht auf Dienstag sinkt die Schneefallgrenze unter 1500 m Seehöhe, gleichzeitig lassen die Niederschläge schnell nach und enden. Im Hochgebirge fallen voraussichtlich insgesamt 20 bis 40 cm Schnee, am meisten im Bereich der Julischen Alpen, im Mittelgebirge wohl nur 5 bis 10 cm. Im Hochgebirge auch windig, moderater Südwestwind, der Schnee transportiert und neue Schneeablagerungen aufbaut. Dienstagmorgens beruhigt sich das Wetter rasch, vormittags Aufklarung, tagsüber meist klar. Meist schwacher Nordwest. Temperatur auf 1500 m um 0, auf 2500 m um -5 °C. Auch Mittwoch meist klar, schwacher Westwind. Temperatur ähnlich. Donnerstag Zunahme der Bewölkung, Gipfel oft neblig, vorübergehend etwas kühler. Freitag und Wochenende deutliche Wetterverschlechterung erwartet. Schneefallgrenze zunächst hoch.

Tendenz der Schneelage
Nach dem heutigen Schneefall ändern sich Schneeverhältnisse und Lawinengefahr bis Donnerstag inklusive kaum. Wo Schnee gesetzt hat, friert er wieder zu, Vereisungen nehmen zu. Bei meist klarem Wetter kann auch Reif entstehen. Lawinengefahr im Hochgebirge bleibt MÄSSIG, Stufe 2, gefährlich vor allem Stellen mit Windschnee. Im Mittelgebirge stabilisiert sich der Schnee beim Abkühlen. Deutlichere Veränderung ab Freitag erwartet.

Nächste Ausgabe: Freitag, 9. 12. 2022

Quelle: ARSO
         
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