5.02.2016
LAWINENGEFAHR-STUFE
Lawinengefahr hauptsächlich im Hochgebirge der Julischen Alpen und westlichen Karawanken Stufe 2, anderswo Stufe 1. Besonders auf windexponierten Hängen Gleitgefahr.
Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag schneite es in den Bergen. In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken fielen 20 bis über 30 cm Schnee, im Mittelgebirge und anderswo in unseren Bergen 5 bis ca. 20 cm. Im Hochgebirge war der Schnee trocken und haftete schlecht auf hartem Untergrund, tiefer war er zunächst nass, daher bessere Bindung zwischen Untergrund und Neu-Schnee. Es wehte starker Nordwind, der an südlichen Graten- und Passseiten Windpackungen bildete. Auf windexponierten Hängen ist Neuschnee stellenweise komplett weggeweht. Neuschnee nur bedingt stabil. Bei geringer Zusatzbelastung auf ausreichend steilen Hängen im Hochgebirge und an windgepackten Stellen können Lawinen ausgelöst werden.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEMANTEL-ZUSTAND
Schneemantel derzeit meist trocken und pulvrig, nur auf windexponierten Hängen mit dünner Kruste bedeckt, ähnlich auf sonnigen Hängen besonders im Mittelgebirge. An ausgefegten Stellen hart und vereist.
Schnee in den Bergen noch immer wenig. Im Hochgebirge Julischer Alpen bis ca. 110 cm, anderswo bis ca. 50 cm. Schneemantel reicht unter 1000 m ü. M., aber tiefer meist weniger als 10 cm.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Morgen meist klar. Tagsüber Zunahme der Bewölkung vor allem in Hügeln nördlicher Primorska und Notranjska sowie Vorbergen westlicher Julischer Alpen. Im Hochgebirge meist noch keine Wolkenkappen erwartet. Südwestwind setzt ein, transportiert Schnee und bildet neue Packungen. Gefrierhöhe steigt bis Abend auf ca. 2500 m, im Nordwesten bleibt unter 1600 m.
Sonntag bewölkt und neblig, etwas kälter. Vor allem in Julischen Alpen und Hügeln nördlicher Primorska Niederschlag. Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200 m ü. M. Starker Südwestwind. Montag bewölkt. Niederschläge gelegentlich noch in Kamnik-Savinja-Alpen und westlichen Karawanken, weiter östlich meist nicht. Schneefallgrenze steigt weiter auf 1000-1400 m ü. M. Vor allem in Julischen Alpen und westlichen Karawanken bis Dienstagmorgen möglich 50 bis 100 cm Schnee, anderswo weniger, im Osten gar nichts.
ENTWICKLUNGSTENDENZ SCHNEEVERHÄLTNISSE
Morgen Schnee auf Sonnseite tagsüber absetzen, abends/nachts zufrieren, Oberkruste verstärkt sich. In Schatten bleibt trocken. Oberste Schicht wandelt sich langsam und setzt etwas ab, in tieferen Lagen taut ab. Lawinenlage unverändert.
Sonntag in Julischen Alpen und westlichen Karawanken mit Neu-Schnee steigt Lawinengefahr an, noch höher Montag auf voraussichtlich Stufe 4 in Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Anderswo weniger Neuschnee. Südwestwind bildet Packungen. Daher Montag Bergbesuche abraten, außer östlichem Karawanken-Teil und östlichen Kamnik-Savinja-Alpen.
Nächster Bericht DIENSTAG, 9.2.2016 vormittags, bei Bedarf aktualisiert Samstag, 6.2.2016.
Quelle: ARSO