7.11.2017
Allgemeines Gefahrenstufen - Montag, 6. 11. 2017
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Neuschnee
Gefahrenmuster: Früher Winter, Bodenzapfen
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1400 m ü. NN ist MÄSSIG, Stufe 2, tiefer hin GERING, Stufe 1.
Schneelage
Am Montag bis abends fielen in den Bergen 20 bis 80 cm Schnee, am meisten in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, je nach Seehöhe. Die Schneefallgrenze sank nämlich vor allem im Nordwesten auch unter 800 m ü. NN, anderweitig nicht unter 1100 m. Es wehte Nordostwind, der an exponierten Stellen Schnee in Windverfrachtungen transportierte. Es kühlte ab, sodass in der Hochgebirgslage die Temperatur schon vom Morgen an unter null war. Die Schneedecke ist weich und luftig. Da es meist auf blanken Untergrund schneite, ist der Schnee mit dem Untergrund schlecht verbunden, besonders auf grasbewachsenen Hängen. Eine Lawine kann durch stärkere Zusatzbelastung auf steileren Hängen ausgelöst werden, auch mit felsigem Untergrund. Erwartet werden auch kleinere spontane Lawinen und Abgänge von sehr steilen Hängen. Im Mittelgebirge ist zu wenig Schnee, um von Lawinengefahr zu sprechen.
Erwartete Wetterentwicklung
In den nächsten Tagen setzt sich wolkiges und kaltes Wetter fort. Gelegentlich fallen Niederschläge vor allem dienstags und teilweise mittwochs im Osten. Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200 m ü. NN. Wind aus Ostrichtungen transportiert Schnee in Windverfrachtungen.
Tendenz der Schneelage
Bis mittwochs früh kann in den Bergen noch 10 bis ca. 30 cm Schnee fallen. Der Schnee bleibt im Hochgebirge noch ein paar Tage weich und luftig. Wind bildet neue Windverfrachtungen an westlichen Seiten von Graten und Sätteln. Langsam setzt sich die Schneedecke ab und stabilisiert sich in der zweiten Wochenhälfte.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 8. 11. 2017
Quelle: ARSO