6.01.2021
Gefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünfstufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee, schwache Schichten, Neuschnee
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr über ca. 1400 m Höhe ERHEBLICH, Stufe 3, tiefer MODERAT, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steilere Hänge und Stellen mit verharschtem Schnee sowie Mulden, in denen sich Schnee angesammelt hat. Dort können sich schon bei geringer Belastung von steilen Hängen einzelne Lawinen von neuem, schlecht verhaftetem Schnee lösen, ebenso Plattenlawinen. Im Hochgebirge, wo es auf hartem Untergrund geschneit hat, können sich heute spontan einzelne Lawinen von trockenem und schlecht verhaftetem Schnee lösen.
Schneeverhältnisse
Nach leichter Erwärmung und teilweiser Aufklarung zu Wochenbeginn hat sich der Schnee vor allem unter ca. 1600 m Höhe zu wandeln und zu setzen begonnen. Höher reichte der Einfluss des wärmeren Wetters nicht, dort waren die Verhältnisse ähnlich wie in den Vortagen. In den Bergen kühlt es sich allmählich ab, feuchter Schnee auch im Mittelgebirge beginnt zuzufrieren. Gestern Abend und heute Nacht hat es wieder geschneit. Es fielen meist 10 bis 25 cm trockener Schnee. Die Nullgradisotherme sank unter ca. 700 m Höhe. Während des Schneefalls wehte schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest bis Südost, der an exponierten Stellen Schnee transportierte und an Nordhängen Schneeablagerungen aufbaute. Neuer Schnee hat ältere Risse und Verhaue bedeckt, weshalb die Lawinengefahr schwer erkennbar ist. Über ca. 1400 m Höhe gibt es noch viel schlecht verhafteten Schnee, besonders im Hochgebirge. Viele Windhäufungen und Verhaue, windexponierte Lagen stark ausgefegt. In der Schneedecke sind schwache Schichten vorhanden. Tiefer sind die Verhältnisse durch Abkühlung günstiger, doch ist die Schneedecke vor allem auf steilen grasigen Hängen noch labil.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist bewölkt und neblig mit gelegentlichen Schneeschauern. Können 5 bis 10 cm trockener Schnee fallen. Schwacher bis mäßiger Südwestwind. Temperatur in 1500 m -5, in 2500 m -11°C. Donnerstag teilweise klar, in Notranjski hribi und an Südhängen der Julijci meist bewölkt oder neblig. Schwacher Westwind. Temperatur in 1500 m -5, in 2500 m -12°C. Freitag Bewölkungszunahme, stellenweise neblig. Leichter Schneefall beginnt, weniger Niederschlag in Westlichen Julijci. Schwacher bis mäßiger Ostwind. Nullgradisotherme unter 600 m Höhe. Samstag Aufklarung, Sonntag Bewölkungszunahme. Ostwind etwas auffrischend. Kalt. Temperatur um -10°C.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke setzt und wandelt sich nur langsam um, Schnee bleibt wegen Kälte trocken und weich. Kaltes Wetter kann die Verhaftung der Schneedecke schwächen. An exponierten Stellen - besonders an der primorska Seite der Berge - wehen verstärkte Ostwinde, die neuen leichten Schnee transportieren und neue Verhaue aufbauen. Lawinengefahr bleibt so über ca. 1500 m ERHEBLICH, Stufe 3, tiefer MODERAT Stufe 2.
Nächste Ausgabe: Freitag, 8.1.2021
Quelle: ARSO