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Neuigkeiten / Schneelage 6.1.2022

Schneelage 6.1.2022

6.01.2022
Allgemeiner Gefahrenstand - Donnerstag, 6. 1. 2022
Die Gefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, verharschter Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee mit Wind

Risikobewertung
Lawinengefahr im Hochgebirge des westlichen Teils der Julier über ca. 1800 m GROSS, 4. Stufe. Andernorts meist ERHEBLICH, 3. Stufe, unter ca. 1200 m MÄSSIG, 2. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge, wo spontane Ausrisse zahlreicher kleiner, aber auch mittelgroßer trockener, unverbundener Schnee-Lawinen zu erwarten sind, häufiger im Hochgebirge der westlichen Julischen Alpen. Gefährlich sind auch zahlreiche Rinnen. Zunächst, als der Schnee etwas südlicher war, wehte starker Süd- bis Südwestwind, bei Abkühlung dann Nordwind. Eine Rinne-Lawine kann auf ausreichend steilem Hang bereits bei geringer Belastung der Schneedecke ausgelöst werden. Windexponierte Lagen sind stark ausgehärtet, bis zur alten, teilweise vereisten Basis, daher dort Rutschgefahr.

Schneelage
Die Schneedecke ist nach dem Schneefall weich und pulvrig. Am meisten Schnee fiel im westlichen Teil der Julischen Alpen, von 30 bis ca. 100 cm, abhängig hauptsächlich von der Seehöhe. Andernorts in Hügeln und Bergen Neuschnee von 20 bis ca. 50 cm, auf dem Pohorje und in den östlichen Karawanken sogar weniger. Über ca. 1800 m unter dem Neuschnee ausgeprägte schwache Schicht, tiefer weniger ausgeprägt. Schnee stark windtransportiert, viele Lawinenhänge und vollständig ausgefegte Flächen, wo die Oberfläche hart und vereist ist.

Erwartete Wetterentwicklung
Heute zunächst bewölkt, nachmittags teilweise Aufklarung, Temperatur in den Bergen unter null. Weht mässiger bis starker Nordwind. Freitag meist klar und kalt, Wind schwach. Samstag meist klar und kalt. Schwacher bis mässiger Wind aus nördlichen Richtungen.

Tendenz der Schneelage
Lawinenlage verändert sich in den nächsten Tagen durch kaltes und teils windiges Wetter kaum. Heute bildet der verstärkte Nordwind noch Verwehungen, in den Folgetagen schwächerer Wind und deutlich weniger Schnee-Transport durch Wind. Lage potenziell gefährlich, da viele Rinnen sich besonders im Hochgebirge schnell unter geringer Belastung lösen können, auch spontane Rinne-Lawinen von ausreichend steilen Hängen möglich. Unter ca. 1400 m das Risiko dennoch geringer. Schnee setzt sich bis Anfang nächster Woche kaum ab und umgewandelt.

Nächste Ausgabe: Freitag, 7. 1. 2022

Quelle: ARSO
         
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