7.03.2019
Gefahr ist Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - KLEIN.
Hauptproblem: Neuschnee, windverfrachteter Schnee, schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist in den Bergen meist KLEIN, Stufe 1. Die Schneedecke ist meist stabil. Im Hochgebirge gibt es noch Windlager, Krusten und Platten. Auf schattigen und steileren Hängen oberhalb der Waldgrenze kann man bei starker Belastung der Schneedecke noch eine kleine Lawine auslösen.
Schneelage
Im Mittleren Bergraum ist der Schnee recht gut umgewandelt, im Hochgebirge etwas schlechter, besonders in Mulden. Die Schneedecke ist meist krustig, stellenweise auch hart und teils vereist, nur in geschützten Mulden des Hochgebirges ist der Schnee stellenweise noch weich. An windexponierten Stellen ist der Schnee stark windverfrachtet und stellenweise vereist. Bei sonnigem Wetter wird die Schneedecke tagsüber an sonnigen Stellen weich.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt es sich leicht von Westen her, es weht starker Südwestwind. Morgen vormittags teilweise klar in den östlichen Karawanken und am Pohorje, danach auch dort bewölkt. Sonst meist bedeckt, Gipfel und Grate in Wolken. In den Julischen Alpen und stellenweise in den westlichen Karawanken einzelne Niederschläge, mehr davon in den Juliern. Am Tag breiten sich die Niederschläge etwas mehr nach Osten aus, dort aber wirklich wenig. Die Schneefallgrenze steigt tagsüber auf ca. 1800 m Seehöhe. In der Nacht auf Freitag hören die Niederschläge meist auf. Freitag und Samstag wechselnd bewölkt. Mögliche kleine lokalen Schauer, oberhalb ca. 1300 m Seehöhe schneereich. Es weht Südwestwind.
Tendenz der Schneelage
Heute ändert sich die Lawinenlage kaum. Morgen fällt im Hochgebirge der Julischen Alpen und der westlichen sowie mittleren Karawanken bis abends 5 bis 20 cm Schnee, je nach Lage und Seehöhe. Der Neuschnee haftet schlecht am Untergrund, der Südwestwind transportiert ihn in Windlager. Tiefer unten macht Regen die Schneedecke nass. Daher erhöht sich die Lawinengefahr tagsüber. Am stärksten steigt sie im Hochgebirge des westlichen Teils der Julischen Alpen durch Neuschnee und Windlager. Nach Osten keine größeren Veränderungen. Freitag stabilisiert kühleres Wetter die Schneedecke vor allem im Mittleren Bergraum etwas.
Nächste Ausgabe: Freitag, 8. 3. 2019
Quelle: ARSO