6.04.2020
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist oberhalb etwa 1700 m MODERAT, Stufe 2, tiefer geringer, Stufe 1. Bei Erwärmung steigt tagsüber auf sonnigen Hängen die Gefahr nasser Schneelawinen. Eine Lawine kann durch stärkere Belastung der Schneedecke auf steileren Hängen mit noch vorhandenem Windschnee im Hochgebirge ausgelöst werden. Besonders morgens und vormittags besteht Gleitrisiko auf vereister und vereister Schneedecke. Tiefer ist die Gefahr wegen geringer Schneemenge gering.
Schneelage
Bei überwiegend sonnigem Wetter und durch zunehmend warme Luftmassen wandelt sich die Schneedecke vor allem auf sonnigen Hängen schneller um. Schnee wird tagsüber weich und nachts festgefroren. Reifungsprozesse überwiegen. Im Mittelgebirge taut die Schneedecke schneller. Im Hochgebirge gibt es noch Stellen mit Windschnee, auch dort hat sich auf sonnigeren Hängen eine Kruste gebildet. Wind- und sonneneingeschlagene Hänge sind mindestens morgens und vormittags hart und teils vereist.
Erwartete Wetterentwicklung
Von heute bis einschließlich Donnerstag meist klar. Jeden Tag ein Grad wärmer, stärkere Erwärmung erwartet am Donnerstag. Heute bei 1500 m ca. 4, bei 2500 m ca. 0 °C, Donnerstag bei 1500 m ca. 10, bei 2500 m ca. 4 °C. Schwacher bis mäßiger Wind aus Ostrichtungen.
Tendenz der Schneelage
In der Frühlingssituation ist morgens und vormittags die Lawinengefahr gering, später steigt sie besonders auf sonnigen Hängen. Morgens und frühvormittags Gleitgefahr. Noch schnellere Umwandlung der Schneedecke wird in der zweiten Wochenhälfte bei Erwärmung erwartet. Die Unterschiede zwischen sonnigen und schattigen Hängen nehmen zu.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 8. 4. 2020
Quelle: ARSO