7.02.2014
In der Nacht zum Donnerstag ist vor allem im westlichen Teil unserer Berge bis zu 10 cm Schnee gefallen, danach trockenes Wetter. Die Schneegrenze ist auf ca. 1500 m Seehöhe gestiegen. Der Schnee ist nass geworden, nur im Hochgebirge blieb er trocken. Die Schneedecke hat sich abgesetzt und etwas verdichtet, spontane Lawinen waren selten.
Die Schneedecke reicht bis in die Ebenen. Am meisten Schnee liegt oberhalb 2000 m in den westlichen Julischen Alpen mit mehr als 550 cm, anderswo in den Juliern bis ca. 380 cm, in den westlichen und mittleren Karawanken sowie den Kamnik-Savinja-Alpen ca. 200 cm. Auf 1500 m bis ca. 260 cm in den Juliern und westlichen Karawanken, anderswo weniger als 100 cm. Der Schnee im Hochgebirge ist meist weich und tief einsinkbar, stellenweise mit Kruste bedeckt. Unter ca. 1500 m ist der Schnee nass, stellenweise mit ziemlich harter Kruste bedeckt. Da in den vergangenen Tagen tiefer geregnet wurde, hat sich der Schnee dort stark abgesetzt und verringert, besonders ausgefogene Hänge sind stellenweise sogar frei von Schnee.
Die Lawinengefahr beträgt in den Julischen Alpen und im Hochgebirge der westlichen und mittleren Karawanken 3. Stufe, tiefer in den Karawanken sowie im östlichen Teil unserer Berge 2. Stufe.
Die Schneedecke ist bedingt instabil. Spontane Lawinen werden selten sein. Eine Lawine kann durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden, besonders auf steileren Hängen und an windbelasteten Stellen.
Heute trockenes und windiges Wetter. Der Südwestwind wird Schnee in Verwehungen tragen und Aufhängungen aufbauen. Die Schneegrenze steigt vorübergehend noch etwas und liegt nachmittags bei ca. 1800 m Seehöhe, ab morgen zwischen 1000 und 1500 m. Schneefall beginnt abends und in der Nacht zum Samstag, Schneefallgrenze zunächst zwischen 800 und 1200 m, im zweiten Teil der Nacht zum Samstag meist unter 900 m, im Nordosten unter 600 m. Erneut Schneefall in der Nacht zum Sonntag und Sonntagvormittag, mit Schneefallgrenze etwas niedriger als in der Nacht zum Samstag. Meiste Niederschläge wieder im westlichen Teil unserer Berge, wo 40 bis ca. 80 cm Neuschnee fallen, im Osten 15 bis 40 cm. Gelegentlich starker Südwestwind, daher viele Verwehungen und neue Aufhängungen.
Wegen des neuen Schnees erhöht sich die Lawinengefahr wieder, besonders in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken.
Das nächste Schneedeckenbericht wird am Montag, 10.2.2014, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO