7.03.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR
Lawinengefahr oberhalb etwa 1500 m Seehöhe in den Julischen Alpen sowie in den westlichen und mittleren Karawanken 4. Stufe, unter etwa 1500 m sowie im übrigen Teil unserer Berge 3. Stufe.
Neuer Schnee ist meist schlecht mit dem Untergrund verbunden. Es sind spontane Lawinenabgänge zahlreicher kleiner und auch mittelgroßer Lawinen zu erwarten. Schon bei geringer Belastung der Schneedecke kann eine Lawine ausgelöst werden. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit verharschtem Schnee.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Von Freitag bis heute früh schneite es recht häufig. Es fielen 20 bis etwa 70 cm Neuschnee, noch mehr in den westlichen Julischen Alpen, wo die Niederschläge am höchsten waren. Die Schneegrenze schwankte zwischen etwa 500 und 900 m Seehöhe. Höher oben wehte gelegentlich starker Wind meist aus südlicher und südwestlicher Richtung. Die Temperatur in den Bergen lag die ganze Zeit unter null, Sonne war wenig.
In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken sind auf 2500 m 350 bis etwa 400 cm Schnee, auf 1500 m 250 bis etwa 310 cm, auf 1000 m 30 bis etwa 60 cm. Andereswo in unseren Bergen auf 1500 m 100 bis etwa 160 cm Schnee, weniger nach Osten hin. Erwähnenswerte Schneedecke beginnt in etwa 600 m Seehöhe. Schnee ist leicht und weich und lässt tief einsinken. Viele Verwehungen vor allem an Südseiten von Graten und Pässen. An windexponierten Lagen ist Schnee stark verweht.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute bewölkt, gelegentlich Schneefall oberhalb etwa 600 m über dem Meer. Bis morgen früh können bis etwa 10 cm Neuschnee fallen. Es weht schwacher bis mäßiger Wind meist südlich bis südöstlich, nachmittags auch nordöstlich.
Auch morgen bewölkt und neblig, gelegentlich tagsüber leichter Niederschlag stellenweise mit etwas höherer Schneegrenze als heute. Können nur wenige cm Schnee fallen. Wind schwach, nur im Hochgebirge mäßiger Südwestwind.
In der Nacht auf Mittwoch verstärken sich die Niederschläge vorübergehend etwas und hören bis morgens meist auf. Schneegrenze senkt sich wieder auf etwa 400 m Seehöhe. Nicht viel Neuschnee, voraussichtlich höchstens 5 bis 10 cm. Es weht mäßiger Wind aus Ostrichtungen.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Schneedecke setzt sich langsam ab, aber wegen niedriger Temperaturen und bewölkten Wetters wandelt sie sich kaum um. Bis Mitte der Woche beeinflusst wegen bewölkten Wetters die Sonne die Schneewandlung nicht. Wind transportiert vor allem im Hochgebirge Schnee und bildet neue Verwehungen.
Heute und morgen bleibt oberhalb etwa 1500 m Seehöhe Lawinengefahr bei 4. Stufe. Bis Mittwoch früh ist Schnee so weit abgesetzt, auch von steileren Hängen abgeweht und wenig Neuschnee, dass sich die Gefahr mindert. Unter 1500 m bis Mittwoch früh keine größeren Veränderungen erwartet.
Nächster Bericht wird am MITTWOCH, 9.3.2016 vormittags herausgegeben.
Quelle: ARSO