7.03.2024
Allgemeines Gefahrenstufen - Donnerstag, 7. 3. 2024
Die Gefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr in den westlichen Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m ist BEACHTLICH, Stufe 3. Sonst in unseren Bergen oberhalb ca. 1500 m MODERAT, Stufe 2, tiefer MAßIG, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steile Hänge mit verharschtem Schnee, wo durch Belastung eine Plattenlawine ausgelöst werden kann. Aufgrund Abkühlung (Nullgradisotherme heute ca. 1200 m ü. NN) sind Nassschneelawinen unwahrscheinlich.
Schneelage
Gestern kühlte es leicht ab. Es schneite in den Bergen oberhalb ca. 1400 m. In den Julischen Alpen 10 bis 30 cm Neuschnee, trocken und locker auf alter Basis, in westlichen und mittleren Karawanken bis 20 cm. Östlicher kaum oder gar keine Niederschläge, daher dort alte, vereiste Schneedecke vorherrschend. Nordwind wehte und häufte Neuschnee zu Verwehungen an. Windexponierte Lagen sind hart und teils vereist.
Erwartete Wettersituation
Heute, Donnerstag, teils klar mit wechselnder Bewölkung. Kleinere lokale Schauer. Nullgradisotherme ca. 1300 m ü. NN. Schwache Winde aus nördlichen Richtungen. Morgen meist bewölkt und stellenweise neblig. Stellenweise gelegentlich leichter Schneefall, geringe Niederschlagsmengen. Meist schwacher Süd- bis Südwestwind. Nullgradisotherme ca. 1000 m ü. NN, morgens tiefer. Samstag breiten sich Schauer von Westen vorübergehend nach Osten aus und nehmen am Nachmittag von Westen ab, vereinzelte Schauer halten an. Schneefallgrenze steigt von anfänglich 1200 m am Nachmittag über 1500 m ü. NN. In westlichen und südlichen Julischen Alpen 10 bis 20 cm Neuschnee, sonst bis 10 cm. Mäßiger Südwestwind. Sonntag breiten sich erneut von Westen Niederschläge aus, reichlicher als Samstag. Schneefallgrenze steigt weiter, Nachmittag ca. 1800 m ü. NN, bei intensiveren Niederschlägen im Westen tiefer. Südwestwind verstärkt sich.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Heute beeinflusst Sonne die Schneehülle und Lawinenlage leicht, mittags und nachmittags steigt leicht die Möglichkeit für Nassschneelawinen auf steilen Südhängen unter ca. 1400 m. Höher, besonders oberhalb ca. 1800 m in westlichen und mittleren Julischen Alpen, Hauptgefahr Plattenlawinen, besonders gestern durch Nordwind entstandene. Morgen, Freitag, kaltes bewölktes Wetter hält etwas stabilere Lage. Samstag neuer Schneefall mit mäßigem Südwestwind erhöht Lawinengefahr allmählich in Julischen Alpen, anderswo zu wenig Niederschlag. Sonntag Schneefall reichlicher, aber höhere Schneefallgrenze. Im westlichen Teil der Berge möglich über einen halben Meter Neuschnee, im Hochgebirge ca. ein Meter, in Kamnisch-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken 10 bis 30 cm. Lawinengefahr STEIGT überall in unseren Bergen, am meisten in Julischen Alpen sowie westlichen und mittleren Karawanken. Von steilen Hängen kann neuer, unverbundener Schnee abrutschen, neue Platten auf Nord- und Osthängen bilden sich, tiefer macht Regen Schneedecke nass. DIE LAGE verändert sich BIS ENDE DER WOCHE SCHNELL UND VERSCHLECHTERT!
Nächste Ausgabe: Freitag, 8. 3. 2024
Quelle: ARSO