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Neuigkeiten / Schneelage 8.12.2020

Schneelage 8.12.2020

8.12.2020
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 4 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GROß.

Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge ERHEBLICH, Stufe 3, und wird am Nachmittag in den Julischen Alpen auf GROß, Stufe 4, ansteigen. Derzeit sind vor allem windverfrachtete Stellen gefährlich, wo durch starken Wind Lawinenstöcke entstanden sind. Bei zusätzlicher Belastung durch die neue Schneedecke tagsüber können Brett-Lawinen spontan ausgelöst werden. Auf steilen Hängen werden auch spontan Lawinen aus trockenem, nicht haftendem Schnee entstehen. Unter 1800 m, im Hochgebirge der Kamnik-Savinja-Alpen und in den östlichen Karawanken wird die Lawinengefahr auf MÄßIG, Stufe 3, ansteigen.



Schneelage

Besonders im Hochgebirge der Julier ist in den vergangenen Tagen viel Schnee gefallen. Oberhalb 2000 m ist die Schneedecke 1,5 bis fast 3 m dick. Tiefer unten ist durch Übergang in Regen deutlich weniger Schnee gefallen, im Mittelgebirge meist rund 50 cm. Deutlich weniger Schnee auch im Bereich der Kamnik-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken. Am Montag hat es sich in den Bergen abgekühlt, Schneeschauer und einzelne Gewitter bildeten sich. Es fielen 5 bis 15 cm Schnee, der die Schneelage nicht wesentlich beeinflusste. Die Schneefallgrenze sank, es schneite bis in die Alpentäler. Dabei wehte schwacher, im Hochgebirge auch mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Im Hochgebirge gibt es ausgedehnte Bereiche mit Windschnee, den der Wind hauptsächlich auf nördliche und nordwestliche Hänge geweht hat. Die Schneedecke im Hochgebirge bricht tief ein und erschwert das Vorwärtskommen. Besonders in den Julischen Alpen schneite es am Sonntag auch im Mittelgebirge reichlicher, wobei der trockene Schnee sich relativ gut mit der älteren nassen Schneedecke verbunden hat.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute bewölkt und neblig. Im Westteil unserer Berge hat leichter Schnee eingesetzt, am Nachmittag verstärkt sich der Schneefall und breitet sich aus. In den östlichen Julischen Alpen schneit es bis in die Täler, anderswo hebt sich die Schneefallgrenze vorübergehend auf ca. 1200 m. Bis Mittwoch früh fallen in den Juliern und westlichen Karawanken voraussichtlich 50 bis 100 cm Schnee, ca. 30 cm in den Kamnik-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken. Es weht mäßiger bis starker Südwind, der auf Nord- und Westhängen zusätzlich Aufhängungen und Verwehungen aufbaut. Temperatur auf 1500 m ca. -1, auf 2500 m -5 °C. Mittwoch vormittags schneit es noch, nachmittags lässt es nach und hört im Westteil unserer Berge auf. Mittwochs tagsüber können zusätzlich 5 bis 20 cm fallen. Es weht schwacher bis mäßiger Ostwind. Temperatur auf 1500 m ca. -2, auf 2500 m -6 °C. Donnerstags bleibt es meist bewölkt und teils neblig. Gelegentlich Schneeschauer. Schwacher Südwind setzt ein. Kälter, auf 1500 m ca. -3, auf 2500 m -9 °C.



Entwicklungstendenz der Schneelage

Die Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen beträgt am Mittwoch GROß, Stufe 4. Auf vielen Hängen erwarten wir spontane Lawinen. Auch stellenweise im Mittelgebirge steigt die Lawinengefahr auf Stufe 3. In der Restwoche nimmt die Lawinengefahr ab. Wegen des relativ kalten und bewölkten Wetters verzögert sich der Stabilisierungsprozess. Die Lawinengefahr bleibt daher länger ERHEBLICH, Stufe 3. Wegen der instabilen und tiefen Schneedecke raten wir vorerst vom Berggang ab.



Nächste Ausgabe: Donnerstag, 10.12.2020



Quelle: ARSO
         
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