8.04.2020
Die Gefahr liegt im Grad 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MAßIG.
Hauptproblem: Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1800 m MAßIG, Grad 2, tiefer GERING, Grad 1. Bei Erwärmung steigt tagsüber auf sonnigen Hängen die Gefahr nasser Lawinen. Eine Lawine kann durch stärkere Belastung der Schneedecke auf steileren Hängen mit windgepresstem Schnee, der noch in der Hochgebirgsregion vorhanden ist, ausgelöst werden. Vor allem morgens und vormittags besteht Rutschgefahr auf vereister und verharschter Schneedecke. Tiefer ist die Gefahr wegen geringer Schneedecke gering.
Schneelage
Bei klarem Wetter und warmer Luftmasse dünnt die Schneedecke tagsüber vor allem auf sonnigen Hängen aus und friert nachts wieder an. Überwiegt der Sinterprozess. Im Mittelgebirge taut die Schneedecke schneller. Im Hochgebirge gibt es noch Stellen mit windgepresstem Schnee, dort aber auf sonnigen Hängen auch Kruste. Wind- und sonnfreiliegende Hänge sind mindestens morgens und vormittags hart und teils vereist.
Erwartete Wettersituation
Heute und morgen klar. Nullgradgrenze in Gipfelhöhe. Wind schwach, heute meist Südost, morgen mehr nördliche Richtungen. Freitag bildet sich nach klarem Morgen tiefe Kumuluswolken. Schwacher Südwestwind.
Entwicklungstendenz der Schneelage
In der Frühlingssituation ist morgens und vormittags die Lawinengefahr gering, später steigt sie vor allem auf sonnigen Hängen. Morgens und frühvormittags vor allem im Hochgebirge Rutschgefahr. Die Unterschiede zwischen Südhängen und Nordhängen nehmen zu, auf Südhängen nimmt der Schnee ab.
Nächste Ausgabe: Samstag, 11. 4. 2020
Quelle: ARSO