8.05.2019
Die Lawinenlage ist 2. Stufe auf der europäischen Fünfstufen-Skala - MAßIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, verharschter Windschnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m MAßIG, Stufe 2, tiefer hin meist GERING, Stufe 1. Gefährlich sind steile Hänge sowie windbelastete Stellen, wo bei stärkerer Belastung des Schnee Decks vor allem Windkissenlawinen ausgelöst werden können. Von ausreichend steilen Hängen sind noch einzelne kleinere spontane Windkissenlawinen möglich. Die Lage ändert sich heute und morgen durch Niederschläge.
Schneelage
Die Schneedecke ist meist weich, im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m ist der Schnee trocken. Windoffene Stellen sind ausgefegt, es gibt viele Verwehungen und Windkissen. Tiefer, unter ca. 1800 m, wo am Wochenende nur wenig Neuschnee gefallen ist, ist der Schnee meist hart oder teilweise umgewandelt, mit einer dünnen Schicht neueren weichen Schnees darauf.
Voraussichtliche Wettersituation
Heute in den Julischen Alpen sowie den westlichen und mittleren Karawanken meist bewölkt und stellenweise neblig. Der Großteil des Tages trocken. Es weht kräftiger Südwestwind. Die Nullgradgrenze liegt oberhalb ca. 1800 m ü. M. Morgen bewölkt und neblig. Niederschläge breiten sich vom Westen auch über das Pohorje und die östlichen Karawanken aus. Die Schneefallgrenze liegt meist oberhalb ca. 1600 m ü. M. Nachmittags lassen die Niederschläge vom Westen nach, es treten aber noch lokale Schauer auf. Der Südwestwind nimmt ab und dreht nachmittags nach Nordwest. Am Freitag zunächst teilweise klar, mittags und nachmittags wechselnd bewölkt und gelegentlich neblig mit lokalen Schauern. Wind schwach, tagsüber setzt Südwestwind ein. Nullgradgrenze bei ca. 2500 m ü. M.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke setzt sich ab und wandelt sich durch etwas mildere Luftmassen um. Nachts und morgen schneit es oberhalb ca. 1600 m wieder. Im Bereich der Julischen Alpen sowie der westlichen und mittleren Karawanken fallen voraussichtlich 20 bis ca. 30 cm Schnee, der zunächst meist feucht ist und sich gut mit der weichen Unterlage verbindet. Daher ist kein deutlicher Anstieg der Lawinengefahr zu erwarten. Wahrscheinlicher werden wieder spontane Ausrisse kleiner Lawinen frischen Schnees von steilen Hängen. Tiefer schmilzt der Schnee.
Nächste Ausgabe: Freitag, 10.5.2019
Quelle: ARSO