9.02.2016
Bewertung der Gefahr
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge der westlichen Julischen Alpen 4. Stufe, anderswo im Hochgebirge der Julischen Alpen 3. Stufe, tiefer und anderswo in unseren Bergen meist 2. Stufe.
Am Samstag war noch sonniges und trockenes Wetter, es wehte ein Südwestwind. Der Schnee hat sich an der Oberfläche vor allem in sonnigen Lagen verharscht, im Schatten blieb er trocken und locker. Am Sonntag und Montag gab es Niederschläge im größten Teil unserer Berge, nur in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje war es meist trocken. Die Schneefallgrenze lag meist zwischen 1200 und 1600 m, nur in manchen Alpentälern schneite es tiefer. Die meisten Niederschläge gab es in den Julischen Alpen, besonders im Westen. Beim Schneefall wehte starker Süd- bis Südwestwind, der den neuen Schnee stark fortgetrieben hat. Im Hochgebirge war der Schnee trocken, tiefer mischte er sich besonders am Montag mit Regen. In den Julischen Alpen oberhalb ca. 1400 m fiel 30 bis ca. 80 cm Schnee. Es entstanden ausgedehnte Felder von windgepresstem Schnee an den nördlichen und östlichen Seiten von Graten und Übergängen.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER Zustand der Schneedecke
Die Schneedecke ist im Hochgebirge weich und luftig, im östlichen Teil unserer Berge gibt es neuen Schnee nur wenig und die alte, meist harte Basis überwiegt. Tiefer ist der Schnee teils vom Regen durchweicht, teils mit einer dünneren neuen weichen Schneedecke bedeckt. Viele Verwehungen, an windexponierten Lagen ist neuer Schnee stark verweht, bis zur alten, harten und vereisten Basis.
Im Hochgebirge der Julischen Alpen und westlichen Karawanken beträgt die Schneehöhe 80 bis ca. 150 cm, tiefer im Westen bis ca. 80 cm. Weniger Schnee anderswo in unseren Bergen. Unter ca. 1500 m meist keine Schneedecke, außer in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Die Schneeverhältnisse werden sich heute und morgen erheblich ändern.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist bewölkt, außer im Osten auch neblig. Im Westen geringe Niederschläge, Schneefallgrenze über 1400 m. Am Abend verstärken sich die Niederschläge und breiten sich nachts allmählich über ganz Slowenien aus, die Schneefallgrenze sinkt bis morgens auf ca. 600 m über dem Meer, vormittags stellenweise noch tiefer. Morgen nachmittag lassen die Niederschläge von Nordwest her nach.
Erwartet fallen in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken 30 bis ca. 100 cm Schnee, am meisten im westlichen und zentralen Teil der Julischen Alpen oberhalb ca. 1500 m über dem Meer. In den Kamnik-Savinja-Alpen 20 bis 40 cm Neuschnee, östlicher nur bis ca. 20 cm. Zunächst weht noch starker Südwestwind, morgen vormittag ein verstärkter Nordwind, am stärksten in den westlichen und zentralen Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen. Neue Verwehungen entstehen an den südlichen Seiten der Grate.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist im Osten nur bedingt instabil, anderswo ziemlich instabil, besonders in den Julischen Alpen. Heute erwarten wir spontane Abreißer zahlreicher kleiner und auch mittelgroßer Lawinen vor allem im Hochgebirge der Julischen Alpen, morgen auch anderswo außer in den östlichen Karawanken. Zahlreiche Lawinenplatten bilden sich. Die Lawinengefahr nimmt in der zweiten Wochehälfte nur langsam ab.
Nächster Bericht wird am MITTWOCH, 10.2.2016 vormittags herausgegeben.
Quelle: ARSO