9.02.2018
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 9. 2. 2018
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEDEUTEND.
Hauptproblem: Windlager
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist in den Bergen oberhalb etwa 1200 m Seehöhe BEDEUTEND, 3. Stufe, tiefer meist MÄSSIG, 2. Stufe. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Bereiche mit Windlagern, wo bei geringer Belastung ein Lawinenabgang ausgelöst werden kann. Spontane Abgänge sind weniger wahrscheinlich, bei möglichem Sonnenschein können sich besonders an steilen Südhängen Lawinen oder Cornices lösen.
Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist meist weich und pulvrig, nur stellenweise an stärker windexponierten Lagen ist der Schnee etwas härter, dichter oder krustig. Viele Windlager und Cornices. Windexponierte Lagen sind stellenweise bis auf alte Unterlage bzw. bis blank gepustet, dort kann der Untergrund hart und vereist sein. Es gibt recht viel Schnee, die Fortbewegung ist daher ziemlich erschwert.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt und vielerorts neblig, nur stellenweise im Hochgebirge der zentralen und östlichen Teile unserer Berge kann sich die Bewölkung lückenhaft auflockern. Gelegentlicher leichter Schneefall möglich im Westen. Meist schwacher Südwestwind. Temperaturen unter null. Morgen überwiegend bewölkt, nur im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m sonnig. Bewölkungsgipfel schwanken etwas. Schwacher bis mäßiger Nordostwind. Auch morgen Temperaturen unter null. Sonntag anfangs noch mäßig bis meist bewölkt, im Hochgebirge recht klar. Am Tag löst sich die Bewölkung in tieferen Lagen meist auf. Anfangs schwacher Nordostwind, der sich tagsüber in Nordwestrichtung dreht. Montag bewölkt, gelegentlich leicht schneit es stellenweise.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke setzt sich weiter nur langsam ab. Sonne wirkt sich etwas auf Umwandlung und Stabilisierung der Schneedecke aus, samstags nur im Hochgebirge, sonntags in größeren Teilen unserer Berge. An sonnigen Hängen setzt sich der Schnee tagsüber etwas und friert nachts ein, sodass eine dünne Kruste entsteht. Spätvormittags und frühnachmittags ist die Schneedecke dort daher etwas weniger stabil als anderswo. Unter der relativ dicken Schicht neueren Schnees liegt noch eine schwache Schicht, entlang der bei zusätzlicher Belastung der Schneedecke Schnee abrutschen kann. Spontane Lawinen sind unwahrscheinlicher. Ein Tier oder eine abbrechende Cornice kann bei ausreichend steilem Hang aber eine Lawine auslösen. Besonders gefährdet sind Stellen mit Windlagern. Die Lawinengefahr nimmt insgesamt langsam ab.
Nächste Ausgabe: Montag, 12. 2. 2018
Quelle: ARSO