9.04.2021
Die Gefahr liegt bei Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: günstige Bedingungen, Neuschnee, verhauener Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist GERING, Stufe 1. Der Schnee ist gut verbunden und insgesamt stabil, nur ausnahmsweise kann bei hoher Belastung auf sehr steilen Hängen eine kleine Lawine aus losem Schnee ausgelöst werden. Viele vereiste Stellen, daher hohes Rutschrisiko.
Schneelage
Nach starker Abkühlung erwärmt sich die Luft allmählich. Die alte Schneedecke ist noch meist vereist, sehr hart und stabil. Darauf liegt eine mehr oder weniger dünne Schicht des vorherigen Schneefalls, die der Wind stark umgearbeitet hat und lokal in der Struktur sehr unterschiedlich ist. Windexponierte Stellen sind bis zur harten Unterlage abgetragen und stellenweise vereist, teilweise kleine Griffe vorhanden oder oben Windkruste gebildet. In geschützten und sonnengeschützten Lagen noch 5 bis 20 cm Prachtschnee. Donnerstag hat sich die Schneedecke an stark sonnenexponierten Höhenstellen schon etwas abgeschmolzen und nachts vereist. Noch immer hohes Rutschrisiko.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist klar, tagsüber nimmt die Bewölkung vor allem in den westlichen und südlichen Julischen Alpen zu, einige Hänge in Wolken. Mäßiger Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. 0, auf 2500 m ca. -4 °C. Samstag noch teilweise klar in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje. Sonst wechselnd bis meist bewölkt und stellenweise neblig. In den Hügeln des Posočja und der Notranjska gelegentlich leichter Niederschlag. Mäßiger Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. 1, auf 2500 m ca. -3°C. Sonntag meist bewölkt und neblig mit Niederschlag, der in den Bergen Westsloveniens deutlich ausgeprägter sein wird. Schneefallgrenze anfangs auf ca. 1500 m Seehöhe, nachmittags steigend. Erwartet werden vor allem im Gebiet der westlichen und südlichen Julischen Alpen mehr als 40 cm Neuschnee. Verstärkter Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. 2, auf 2500 m ca. -2 °C. Ähnliches Wetter auch montags. Schneefallgrenze steigt vorübergehend auf ca. 2000 m Seehöhe. Deutlichere Niederschläge vor allem in den westlichen Julischen Alpen erwartet.
Tendenz der Schneelage
Aufgrund wärmeren Wetters beginnen sich die Schneeverhältnisse heute zu verändern. Die Schneedecke taut vor allem in den östlichen und nördlichen Gebirgsgruppen, wo mehr Sonne ist, etwas stärker auf und friert in der Nacht auf Samstag wieder zu. Ähnliche Verhältnisse morgen. Vor allem in geschützten Lagen des Hochgebirges bleibt der Schnee hart und vereist. Bei ausgeprägterem Wetterwechsel setzt am Sonntag vor allem in den westlichen und südlichen Alpen starker Schneefall ein. Zunächst Schneefallgrenze ca. 1500 m Seehöhe, montags vorübergehend über 2000 m. Aufgrund größerer Neuschneemengen und Wind wird die Lawinengefahr schrittweise Zunehmen. Die Schneedecke wird instabiler im Hochgebirge, wo Neuschnee auf sehr harte Unterlage fällt. Bei vorübergehender Erwärmung entstehen wahrscheinlich Nasse-Lawinen.
Nächste Ausgabe: Montag, 12. 4. 2021
Quelle: ARSO