Schneelage in den Bergen 10.2.2017
10.02.2017
Allgemeiner Gefahrengrad - Freitag, 10. 2. 2017
Gefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee / Windschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, frischer Schnee nicht verfestigt durch Wind
Risikobewertung
Lawinengefahr ist vor allem in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken oberhalb ca. 1400 m BEACHTLICH, Stufe 3. Tiefer ist weniger Schnee, daher ist die Gefahr MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit Windschnee. Spontane Lawinen gibt es größtenteils nicht mehr. Die Schneedecke ist durch niedrige Temperaturen und Windschnee potenziell instabil, da bereits bei geringer Belastung der Schneedecke eine Plattenlawine ausgelöst werden kann.
Schneelage
Neue Niederschläge gab es seit Mittwoch nicht mehr. Die Temperatur war die ganze Zeit unter null, es herrschte meist bedecktes und nebliges Wetter, nur in den westlichen Julischen Alpen gab es etwas Sonne. Die Schneedecke hat sich nur langsam umgewandelt und gesetzt. Unter dem neuen Schnee ist stellenweise eine teilweise vereiste Schicht, durch die der obere Schneelagen schlecht mit dem Untergrund verbunden ist. Stärkerer Wind wehte vor allem im Bovško, wo auf exponierten Lagen der Ostwind den neuen Schnee fast vollständig weggeweht hat. Ansonsten ist die Schneedecke meist weich, nur der Wind hat stellenweise eine Kruste gebildet, die kein menschliches Gewicht trägt.
Erwartete Wetterentwicklung
Bis Montag wird in den meisten unserer Berge bedecktes und nebliges Wetter vorherrschen. Morgen, Samstag, sinkt die Wolkenobergrenze und ist nachmittags bzw. am Abend bei ca. 2000 m ü. M., wo sie auch Sonntag bleibt. Die Temperatur liegt meist unter null oder bis ca. 1500 m ü. M. um 0 oder knapp unter 0 Grad C. Heute weht meist schwacher Süden bis Südostenwind, morgen und Sonntag Südwestwind.
Tendenz der Schneelage
Die Schneedecke setzt sich heute durch Bewölkung und niedrige Temperatur nur langsam und wandelt sich kaum um. Samstagnachmittag und Sonntag beschleunigt die Sonne auf sonnigen Hängen im Hochgebirge etwas die Umwandlung und Bildung einer dünnen Kruste. Der Wind ist meist schwach, daher erwarten wir keine neuen größeren Verwehungen. Lawinengefahr nimmt langsam ab, die Schneedecke bleibt vor allem potenziell instabil durch Windschnee. Bei Belastung kann eine Plattenlawine auf schwacher Schicht in der Schneedecke ausgelöst werden.
Nächste Ausgabe: Montag, 13. 2. 2017
Quelle: ARSO