Schneelage in den Bergen 11.1.2013
11.01.2013
Diese Woche war in den Bergen trockenes und relativ warmes Wetter für diese Jahreszeit. Die Schneegrenze lag in der ersten Wochehälfte ebenfalls über 2000 m, heute bei ca. 1200 m. Die Höhe der 0-°C-Isotherme schwankte, es gab wärmere und kältere Schichten, weshalb die Temperaturverhältnisse je nach Höhe stark veränderlich waren. Insgesamt hat sich die Schneedecke in dieser Woche etwas stabilisiert.
Die Schneedecke reicht bis in etwa 1100 m Seehöhe. Der Schnee ist meist mit Kruste bedeckt, nur in schattigen Hochgebirgslagen ist er stellenweise noch weich. Die Schneemenge ist sehr ungleichmäßig. An vielen Stellen ist der Schnee völlig weggeweht oder es gibt sehr wenig davon. Die größten Flächen mit Schneeablagerungen befinden sich an den südlichen und südwestlichen Seiten von Graten und Übergängen. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 130 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 40 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m von 15 bis unter 30 cm Schnee.
Die Lawinengefahr ist meist 1. Stufe. Gefährlicher sind steile Hänge und Stellen mit Schneeablagerungen, wo bei stärkerer Zusatzbelastung noch eine kleine Lawine ausgelöst werden kann.
An Stellen, wo der Schnee weggeweht ist, besteht auch Rutschgefahr auf vereister Fläche.
Heute und Samstag trocken und allmählich etwas kälter.
Die Schneeverhältnisse in den Bergen ändern sich nicht. Sonntag bewölkt und es beginnt leicht zu schneien, bis nachts fällt nicht mehr als 1-2 cm Schnee. Schneefall verstärkt sich in der Nacht auf Montag. Bis Montagmorgen 10-15 cm Schnee, etwas mehr später am Tag. Da es auf krustige und gefrorene Unterlage schneit, verbindet sich der neue Schnee schlecht mit der Unterlage.
Der neue Schnee ist trocken, sodass ihn der Südwestwind an exponierten Stellen in Verwehungen bläst. Lawinengefahr steigt von Sonntag auf Montag.
Neuer Bericht wird am Montag, 14.1.2013 herausgegeben
Allgemeine Lawinengefahr ist 1. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO