Schneelage in den Bergen 13.3.2017
13.03.2017
Allgemeines Lawinengefahrenlage - Montag, 13. 3. 2017
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr oberhalb etwa 1800 m ist MÄSSIG, Stufe 2, tiefer meist GERING, Stufe 1. Gegen Mittag und Nachmittag befeuchtet sich der Schnee durch Sonneneinwirkung auf sonnigen Hängen und die Oberfläche wird etwas labile. Besonders gefährdet sind steile Hänge und windverfrachtete Stellen an allen Seiten der Grate, nördliche Hänge sind generell gefährlicher, wo der Schnee schlecht umgewandelt ist. An windexponierten Stellen ist die Schneedecke stellenweise hart und teilvergisst, dort besteht Sturzgefahr.
Schneelage
Am Wochenende war in den Bergen sonniges Wetter. Die Schneegrenze lag samstags um 1200 m, sonntags und heute Morgen etwas unter 1000 m über Meer. Die Schneedecke ist meist krustig oder vereist und hart, in Mulden des Hochgebirges ist der Schnee stellenweise noch weich. An windexponierten Lagen stark verfrachtet, stellenweise durch Wind auch relativ hart. Tagsüber weicht er auf südlichen Hängen etwas auf.
Erwartete Wetterentwicklung
Sonniges Wetter wird vorherrschen, etwas mehr Bewölkung vor allem im östlichen Teil unserer Berge. Es wird noch etwas wärmer, die Schneegrenze steigt heute Nachmittag auf ca. 1400 m, morgen Nachmittag auf ca. 1800 m, mittwochs auf ca. 2300 m über Meer. Morgen früh oberhalb ca. 1600 m setzt ein mäßiger Nordwind ein, der morgen Abend im Hochgebirge etwas auffrischt und mittwochs Nachmittag nachlässt.
Tendenz der Schneelage
Tagsüber befeuchtet sich der Schnee außer im Schatten des Hochgebirges und friert nachts ein. Die Kruste verstärkt sich, in Mulden des Hochgebirges kann der Schnee weich bleiben. Morgens und vormittags ist die Schneedecke vielerorts hart und teilvergisst. Die Schneedecke bleibt relativ stabil, nur mittags und nachmittags an sonnigen Hängen sowie in schattigen Lagen des Hochgebirges, besonders an verfrachteten Stellen, potenziell etwas labil. Bei stärkerer Zusatzbelastung kann man dort eine Lawine auslösen.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 16. 3. 2017
Quelle: ARSO