Schneelage in den Bergen 14.12.2012
14.12.2012
Am Mittwoch war es in den Bergen kalt, gestern wehte in den Höhen ein Südwestwind und die Temperatur stieg. Da es aber überall in den Bergen unter null blieb, bildete der Wind neue Verwehungen an den östlichen und nördlichen Seiten der Grate. In der Nacht auf Freitag begann es leicht zu schneien, aber im Westen fielen stellenweise nur wenige Zentimeter Schnee. Schneefallgrenze Die Schneedecke reicht bis in die Tieflagen. In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken liegt Schnee von 10 bis ca. 40 cm, oberhalb ca. 2000 m bis ca. 120 cm. Andereswo in unseren Bergen ist die Schneedecke 20 bis ca. 50 cm dick. Der Schnee ist stark ausgehärtet, stellenweise bis zur alten Unterlage oder sogar bis blank. Viele Verwehungen und Platten, ausgedehnte Flächen mit Aufblähschnee. Der Schnee ist meist mit einer durch Wind entstandenen Kruste bedeckt, in geschützten Lagen ist er weich.
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe, in Höhen unter ca. 1500 m 1. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge mit Aufblähschnee, wo schon bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Spontane Lawinen sind unwahrscheinlich. Heute treten Niederschläge in der westlichen Hälfte Sloweniens auf, die Schneefallgrenze steigt bis abends auf 800 bis 1100 m, am niedrigsten im Nordwesten. In der Nacht und morgen verstärken sich die Niederschläge und morgen tagsüber breiten sie sich schrittweise nach Osten aus. Die Schneefallgrenze steigt allmählich auf 1300 bis 1600 m. Meiste Niederschläge in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, wo oberhalb der Schneefallgrenze bis Samstagabend mehr als 70 cm Schnee fallen können, anderswo 10 bis 40 cm, am wenigsten im Osten. Schnee wird oben trocken, unten nass sein. Südwestwind bildet neue Verwehungen und Platten. Lawinengefahr steigt in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken auf 3. bis 4. Stufe, anderswo etwas geringer. Auch spontane Lawinenabgänge von steileren Hängen im Hochgebirge erwartet. Wegen des Wetters und starker Niederschläge raten wir vom Bergbesuch am Wochenende ab. Neuer Bericht wird am Montag, 17.12.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO