Schneelage in den Bergen 15.4.2011
15.04.2011
Nach dem letzten Schneefall ist in den Bergen relativ kaltes Wetter geblieben. Es gab gelegentliche lokale Schauer, sodass lokal ein Zentimeter Schnee fallen konnte. Die Schneegrenze lag meist um 1500 m über Meer, heute liegt sie bei 1300 m über Meer. Der Schnee im Hochgebirge ist vereist und mit Kruste bedeckt. Wo aber beim letzten Schneefall der Wind neuen Schnee weggeweht hat, ist die alte Unterlage vereist geworden.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m bis ca. 310 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 40 cm. Am meisten Schnee ist in den westlichen Julischen Alpen. Sonst in unseren Bergen ist auf 1500 m Schnee nur in Mulden.
Südhänge sind meist kahl bis ca. 2000 m. Die Schneedecke unter neuem Schnee ist gut umgewandelt und meist vereist.
Lawinengefahr ist meist Stufe 1. Der Schnee ist gut umgewandelt und stabil, nur die oberste Schicht ist noch nicht umgewandelt, ist aber zu dünn, um bei niedrigen Temperaturen die Auslösungsmöglichkeit von Lawinen zu erhöhen. Die Oberfläche ist meist hart und stellenweise vereist oder mit Kruste bedeckt, darunter bis 10 cm weicheren Schnees.
Meist trockenes und kaltes Wetter hält noch an. Gegen Wochenende hebt sich die Schneegrenze etwas und ist sonntags vorübergehend um 1900 m, dann kühlt es in der Nacht auf Montag wieder langsam ab. Weil heute und morgen ziemlich zerfetzte Bewölkung herrscht, beeinflusst die Sonne die Umwandlung des Schnees an Südhängen nicht so stark. Bei einzelnen Schauern kann lokal ein Zentimeter Schnee fallen. Größer ist der Einfluss der Sonne am Sonntag. Dann wird der Schnee an Südhängen tagsüber weich bis um 2100 m über Meer.
Die Lawinengefahr erhöht sich tagsüber leicht vor allem an windverfrachteten Schneefeldern an sonnigen Lagen.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 20. April 2011.
Allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 1 nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO