Schneelage in den Bergen 16.3.2011
16.03.2011
Seit Montag war das Wetter in den Bergen bewölkt, nur auf dem Pohorje und anfangs in den östlichen Karawanken war es auch sonnig. Niederschläge traten vor allem in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken auf, die Schneehöhenlage lag bei ca. 1600 m. Dort fiel bis heute Morgen 20 bis 30 cm Schnee, deutlich mehr in den westlichen Juliern und den Bohinj-Hügeln, wo oberhalb ca. 1700 m mehr als einen halben Meter Neuschnee fiel. Der Südwestwind baute Lawinenkammern und -hänge auf. Tiefer unten setzte sich der Schnee ab und schmolz.
In den Julischen Alpen sind bei 2500 m bis ca. 360 cm Schnee, bei 1500 m bis ca. 120 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m noch bis 10 cm Schnee. Der Schnee ist locker und weich, unterhalb der Schneehöhenlage matschnass. Im östlichen Teil unserer Berge ist Neuschnee sehr wenig oder gar keiner. An Orten mit größerer Menge Neuschnee gibt es viele Kammern.
Lawinengefahr in den Juliern und westlichen Karawanken 3. Stufe, sonst meist 1. Stufe. Besonders gefährdet sind vor allem Stellen mit ausgehärtetem Windtransport und steilere Hänge. Dort kann bei geringer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden.
Vor allem im westlichen Teil der Julier und den Bohinj-Hügeln sind Spontanabgänge von steileren Hängen zu erwarten. Tiefer, wo reichlicher geregnet hat, können auf steilen Hängen nassschneebedingte Lawinen ausgelöst werden.
Bis Donnerstagmorgen noch Niederschläge, die Schneehöhenlage sinkt in den Juliern auf ca. 1100 m über Meer, sonst ca. 1600 m. Auch in den Steirisch-Slowenischen Alpen und östlichen Karawanken bis morgen ca. 30 cm Schnee. Donnerstag und in der Nacht zu Freitag meist trocken. Gefriergrenze etwas unter 2000 m. Schnee setzt sich ab. Südl. und Südwestwinde treiben Neuschnee in Kammern. Lawinengefahr steigt überall weiter.
Nächster Bericht wird am Freitag, 18. März herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach europäischer Fünfstufen-Skala.
Warnung!
Bis Donnerstagmorgen fallen im Westen 70 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Meisten Regen erwartet zwischen Goriška, Slowenischem Istrien und Gebiet Snežnik.
Heute Nachmittag und in der Nacht auf Donnerstag steigen die Flüsse im ganzen Land stärker an und erreichen meist hohe Abflüsse. Am stärksten steigen Flüsse im westlichen, südwestlichen und zentralen Slowenien, insbesondere Soča, Vipava mit Zuflüssen, Idrijca, Reka, Kolpa, Gradaščica, Ljubljanica und Poljanska Sora. Die genannten Flüsse können an exponierten Stellen im Bereich der Jahresüberschwemmungen über die Ufer treten. Vermutlich beginnen am Freitag die hydrologischen Verhältnisse sich schrittweise zu beruhigen.
Heute Abend zwischen 19 und 21 Uhr wird das Meer aufgrund erhöhter Flut die tiefer gelegenen Küstenteile überschwemmen. Der Meeresspiegel an der Gezeitenmessstation Koper wird voraussichtlich 300 cm überschreiten.
Quelle: ARSO