Schneelage in den Bergen 17.12.2012
17.12.2012
In der Nacht zum Samstag und am Samstag tagsüber hat es in den Bergen geregnet, oberhalb ca. 1600 m geschneit. Höher in den Julischen Alpen fiel bis ca. 40 cm Schnee, anderswo deutlich weniger. Der Südwestwind hat ihn stark in Verwehungen geblasen. Neuer Schnee fiel auf teils krustige Unterlage, mit der er sich nicht gut verbunden hat. Tiefer unten setzte sich der Schnee bei Regen und schmolz. An manchen steilen Hängen lösten sich Grundlawinen von nassem Schnee. Bei der Aufklarung in der Nacht zum Sonntag fror der Schnee oberhalb der Wolkengrenze.
Die Schneebedeckung reicht bis ca. 900 m ü. NN. Höher ist der Schnee weich und locker, an windexponierten Stellen teils bis auf alte Unterlage weggeweht. Tiefer ist der Schnee gefroren und hart, unter ca. 1300 m südl. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 160 cm Schnee, auf 1500 m bis 70 cm. Anderswo in unseren Bergen auf 1500 m 15 bis ca. 30 cm.
Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen 3. Stufe, anderswo oberhalb ca. 1800 m 2. Stufe, in Seehöhen unter ca. 1500 m 1. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge im Hochgebirge mit verhauener Schnee, wo schon bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Spontane Lawinen unwahrscheinlich. Im Mittelgebirge besteht stellenweise auch Rutschgefahr auf vereister Fläche.
Bis Freitag keine Niederschläge. Im Hochgebirge teils klar mit zeitweiliger zunehmender Bewölkung. Donnerstag tagsüber von Westen zunehmend bewölkt. Gefriergrenze heute auf ca. 1300 m ü. NN, morgen sinkend auf ca. 800 m. Schnee decke wandelt sich langsam um. Im Hochgebirge setzt sich neuer Schnee etwas ab und stabilisiert sich, Lawinengefahr nimmt bis Mitte der Woche allmählich ab.
Neuer Bericht wird am Freitag, 21.12.2012 herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO