Schneelage in den Bergen 18.1.2012
18.01.2012
In den letzten Tagen war es in den Bergen trocken und kalt mit meist sonnigem Wetter. Die Luft war sehr trocken. Die Schneedecke blieb größtenteils trocken und vereist, nur in niedrigeren Lagen auf sonnigen Hängen wurde sie tagsüber leicht feucht. Die Umwandlung war langsam.
Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich. In geschützten Lagen und Rinnen ist der Schnee stellenweise weich, meistens aber mit einer Kruste bedeckt, die hauptsächlich durch Wind entstanden ist, weniger durch tagzeitliches Schmelzen.
Stellenweise trägt die Kruste das Gewicht eines Menschen. Es gibt viele Windlager und Rutschschnee, gleichzeitig ist der Schnee an windexponierten Stellen stark ausgeblasen, der Untergrund ist hart und stellenweise vereist. Die Schneedecke beginnt bei ca. 1300 m Seehöhe, in Rinnen bei ca. 1000 m. In den Julischen Alpen sind bei 2500 m Seehöhe bis ca. 110 cm Schnee, bei 1500 m ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m ca. 30 cm. Die Lawinengefahr ist meist 1. Stufe. Gefährlicher sind nur windgefüllte Stellen und steile Hänge. Dort kann eine Lawine nur bei starker zusätzlicher Belastung der Schneedecke ausgelöst werden. An ausgeblasenen Stellen besteht Abrutschgefahr.
Heute meist klar, morgen Zunahme der Bewölkung.
Es strömt wärmere Luft zu. Die Schneefallgrenze steigt heute auf ca. 1500 m, morgen etwas über 2000 m.
Die Schneedecke wird sich besonders morgen etwas schneller umwandeln und stabilisieren. Lawinenlage ändert sich bis Freitagmorgen kaum.
Neuer Bericht wird am Freitag, 20.1.2012 herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach europäischer Fünfstufen-Skala.
Quelle: ARSO