Schneelage in den Bergen 20.1.2017
21.01.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 20.1.2017
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Windtransport-Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter frischer Schnee mit Wind
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen unserer Berge oberhalb ca. 1300 m Seehöhe, im östlichen Teil unserer Berge oberhalb ca. 1700 m, MÄSSIG, Stufe 2. Spontane Lawinen werden nicht erwartet, aber bei starker zusätzlicher Belastung können wir Lawinen auslösen, VOR ALLEM an Stellen mit Windtransport-Schnee und auf steileren Hängen, insbesondere dort, wo Schnee auf grasbewachsenem oder blattreichem Untergrund gefallen ist. Tiefer und überall, wo Schnee auf blankem Untergrund gefallen ist, ist die Gefahr GERING, Stufe 1.
Schneeverhältnisse
In den Hügeln gab es keine nennenswerten Niederschläge mehr. Verstärkter Wind aus Ostrichtungen hat Schnee in Verwehungen transportiert. Die Temperatur lag unter null. Schnee ist in geschützten Lagen meist weich, an windexponierten Stellen stellenweise hart. Windexponierte Lagen sind auch stark ausgefegt, viel Fels frei.
Erwartete Wetterentwicklung
Es bleibt trocken und meist klar. In Höhenlagen wird es sich allmählich erwärmen. Im Westen steigt die 0-°C-Isotherme bereits am Samstag auf ca. 1000 m Seehöhe, am Sonntag kommt es in weiten Teilen Sloweniens zu einer Temperaturumkehr, die 0-°C-Isotherme liegt dann bei ca. 1700 m. Wind bleibt schwach. Am Sonntag dreht er auf Südwest, ist aber voraussichtlich zu schwach, um neue Verwehungen zu erzeugen.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Zunächst bleibt der Schnee wegen niedriger Temperaturen schlecht umgewandelt. Ab Samstag/Sonntag führt die Erwärmung dazu, dass Schneedecken-Schichten mit positiven Temperaturen an sonnigen Hängen tagsüber aufweichen und nachts vereisen. Es bildet sich Kruste. In schattigen Lagen bleibt der Schnee durch trockene Luft weich und schlecht umgewandelt. Größere Möglichkeit, Lawinen auszulösen, besteht vor allem auf steileren Hängen, besonders in schattigen Mulden an Stellen mit Windtransport-Schnee. Und das vor allem im Hochgebirge und auf Hängen mit grasbewachsenem Untergrund. An sonnigen Hängen stabilisiert sich die Schneedecke langsam ab Sonntag.
Nächste Ausgabe: Montag, 23.1.2017
Quelle: ARSO