Schneelage in den Bergen 21.1.2010
21.01.2011
Bei starker Abkühlung ist die Schneedecke in den Bergen gefroren, die Umwandlung der Schneedecke hat sich stark verlangsamt. Am Mittwoch schneite es, fielen 10 bis ca. 25 cm Schnee, mehr in den Karawanken und im östlichen Teil der Steirischen Alpen. Höher hat sich der neue Schnee nicht gut mit dem Untergrund verbunden, tiefer, meist unter 1500 m, besser. Es wehte mäßiger bis starker Nordostwind, der Schnee in Verwehungen transportierte.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 360 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 100 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m ca. 20 cm Schnee. Auf der krustigen Oberfläche des alten Schnees 10 bis 20 cm trockener Schnee. Viele Stellen hat der neue Schnee stark ausgeweht, an exponierteren Stellen bis zur alten, teils vereisten Unterlage. In geschützten Lagen mehr verwehter, trockener Schnee.
Lawinengefahr im Hochgebirge, oberhalb ca. 1800 m, 3. Stufe. Besonders gefährdet sind Stellen mit verwehtem neuem Schnee, der schlecht mit der Unterlage verbunden ist. Dort kann schon bei geringer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden. Sonst 1. Stufe.
An ausgewehten Stellen besteht Rutschgefahr.
Es bleibt kalt und zunächst noch windig. Wegen niedriger Temperaturen wandelt sich die Schneedecke nur langsam um. Stellen mit Verwehungen bleiben im Hochgebirge gefährlich, sonst ist die Schneedecke stabil. Sonst ändern sich Schneehalt und Lawinenlage kaum. Nächster Bericht Dienstag, 25. Januar.
Allgemeine Lawinengefahr ist erheblich, d.h. 3. Stufe auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO