Schneelage in den Bergen 21.12.2012
21.12.2012
Trockenes und in den Bergen kaltes Wetter hält an mit Temperaturen unter null. Auf sonnigen Hängen hat sich der Schnee etwas umgewandelt, die Kruste hat sich etwas verstärkt. Schnee in Mulden bleibt schlecht umgewandelt, nur leicht abgesackt.
Die Schneebedeckung reicht bis etwa 900 m Seehöhe. Im Hochgebirge ist der Schnee in geschützten Bereichen meist weich, sonst mit Kruste bedeckt, die meist kein menschliches Gewicht trägt. An windexponierten Stellen ist er stellenweise bis auf den alten Untergrund weggeweht. Tiefer ist der Schnee vereist und hart. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 150 cm Schnee, auf 1500 m bis 60 cm. Andernorts in unseren Bergen auf 1500 m 15 bis ca. 30 cm Schnee.
Lawinengefahr im Hochgebirge 2. Stufe, unter ca. 1500 m 1. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge mit windverfrachtetem Schnee, wo schon bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Windverfrachteten Schnee gibt es am meisten an Süd- und Ostseiten der Grate. Spontane Lawinen werden nicht erwartet. Im Mittelgebirge und an Stellen mit weggewehtem Schnee besteht stellenweise auch Abgleitgefahr auf vereisten Flächen.
Am Wochenende hält trockenes Wetter an. Zunächst kalt, sonntags strömt wärmere Luft zu und die Schneehöhengrenze steigt bis abends auf ca. 2100 m. Bis sonntags ändern sich die Lawinenlage nicht, sonntags tagsüber wandelt sich der Schnee durch Tauwetter und höhere Luftfeuchtigkeit und sackt ab.
Neuer Bericht wird am Montag, 24.12.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO