Schneelage in den Bergen 21.3.2011
21.03.2011
Am Ende der Woche war das Wetter trocken, es kühlte sich allmählich ab.
Die Schneegrenze sank auf um die 1100 m. Der Nordostwind verstärkte sich, transportierte Schnee und bildete Verwehungen an den West- und Südseiten von Graten und Übergängen. Der Schnee, der letzte Woche fiel, hat sich etwas gesetzt und auch gefroren.
Am Tag fror es nur auf sonnigen Hängen im Mittelgebirge und bis zur Seehöhe von ca. 1600 m.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m ca. 430 cm Schnee, auf 1500 m ca. 120 cm. Am meisten Schnee ist im Posočje. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m noch bis 10 cm Schnee. Im Hochgebirge ist der Schnee meist mit einer Kruste bedeckt, die menschliches Gewicht nicht trägt. Nur stellenweise in Mulden ist die Schneedecke noch weich und locker. Tiefer, wo es geregnet hat, ist der Schnee gefroren und in schattigen Lagen auch vereist.
Viele Verwehungen.
Die Lawinengefahr ist überall im Hochgebirge meist 3. Grades. Tiefer, wo wenig Schnee liegt, ist die Gefahr 1. Grades.
Ein Lawinenabgang kann sich bereits bei geringer Belastung der Schneedecke vor allem auf steileren Hängen und an Stellen mit verhauener Schnee auslösen, auch einzelne spontane Lawinen von ausreichend steilen Hängen sind möglich, besonders in den westlichen Julischen Alpen.
Sonnig und kalt auch morgen, obwohl in Höhen bereits etwas wärmere Luft einfließt. Der Nordostwind lässt nach. Bis Mitte der Woche hebt sich die Schneegrenze bereits auf Seehöhe um 2100 m.
Die Schneedecke setzt sich weiter ab und wandelt sich um. Auf sonnigen Lagen friert der Schnee tagsüber ein und nachts zu, die Oberkruste verstärkt sich. In Mulden bleibt der Schnee durch trockene Luft schlecht umgewandelt und meist trocken.
Das nächste Bulletin wird am Mittwoch, 23. März, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Grad nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO