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Neuigkeiten / Schneelage in den Bergen 24.2.2013

Schneelage in den Bergen 24.2.2013

24.02.2013
Es setzt sich das bewölkte Wetter mit gelegentlichem Schneefall fort. In den Bergen sind seit Freitagmorgen 40 bis fast 80 cm Schnee gefallen. Meist war er trocken und der Wind hat ihn in Verwehungen getrieben. Auch im Mittelgebirge und in den Hügeln der Notranjska und nördlichen Primorska entstanden zahlreiche Verwehungen und auch Lawinenhänge. Es schneite auf weichen und lockeren Untergrund, nur an windexponierten Lagen auf angewehten und meist harten Untergrund. Von steilen Hängen lösten sich während des Schneefalls Lawinen von trockenem, nicht haftendem Schnee. Es gibt reichlich Schnee. Auf 2500 m in den Julischen Alpen ca. 350 cm Schnee, auf 1500 m 270 cm und auf 1000 m ca. 160 cm. Andernorts in unseren Bergen Schneedecke auf 1500 m 120 bis 160 cm, auf 1000 m ca. 120 cm.

Die Schneedecke ist meist weich und locker und lässt sich tief einsinken. Nur an windexponierten Stellen ist sie angeweht und hart.

Ausgedehnte Flächen mit Windschnee. Zahlreiche Lawinenhänge an Graten.

Die Lawinengefahr hat sich auf Stufe 4 erhöht, besonders oberhalb der Waldgrenze in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Andernorts Stufe 3, auch im Mittelgebirge und auf steilen, kahlen Hängen in den Hügeln Westsloveniens. Auf ausreichend steilen Hängen kann eine Lawine von trockenem Schnee bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden, besonders gefährdet sind Stellen mit Windschnee. Wir erwarten auch zahlreiche kleine und mittelgroße spontane Lawinen auf ausreichend steilen Hängen.

Heute lässt der Schneefall nach. Bis abends können noch 5 bis ca. 10 cm Schnee fallen. Außer im Hochgebirge wird der Wind nicht stark sein, im Hochgebirge weht mäßiger Südwind, der an Nordseiten der Grate neue Verwehungen und Lawinenhänge bildet. Morgen sonnig, die Schneefallgrenze steigt auf ca. 1200 m ü. NN. Der Schnee setzt sich, besonders an Südhängen bildet er auch Kruste und verbindet sich. Gerade wegen etwas höherer Temperaturen und Sonnenschein erwarten wir etwas häufigeres Rutschen besonders an steileren Südhängen gegen Mittag und Nachmittag. Dienstag wird es etwas kühler und bewölkter, sodass die tagweise Erwärmung die Labilität der Schneedecke nicht mehr so stark beeinflusst. Die Schneefallgrenze sinkt unter 1000 m, die Schneedecke ist etwas weniger labil. Leichter Schneefall dienstags tagsüber und in der Nacht auf Mittwoch beeinflusst die Lawinenlage nicht.

Neuer Bericht wird am Mittwoch, 27.2.2013 herausgegeben



Allgemeine Lawinengefahr ist groß, d.h. 4. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.



Quelle: ARSO
         
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