Schneelage in den Bergen 29.12.2011
29.12.2011
Trockenes Wetter hält an. Wegen der Temperaturumkehr waren in höheren Lagen Temperaturen über null, oft auch nachts.
Aber da die Luft trocken war, hat sich der Schnee nur langsam umgewandelt, schneller nur auf sonnigen Hängen, wo sich eine Oberkruste bildete und der Schnee nachts an der Oberfläche gefror.
Schnee in den Bergen ist relativ wenig. In den Julischen Alpen auf 2500 m ca. 90 cm, auf 1500 m ca. 40 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 20 bis ca. 40 cm Schnee. Zustand der Schneedecke noch recht unterschiedlich. Meist bedeckt mit Kruste, die stellenweise menschliches Gewicht trägt, meist nicht. Besonders in Mulden weich. Windexponierte Lagen abgetragen bis alte, teils vereiste Unterlage. Lawinengefahr derzeit überall 1. Grades. Nur an Stellen mit Aufwindschnee, wo steiler, kann man kleine Lawine auslösen. An abgetragenen Schneestellen und auch anderswo Gleitrisiko auf alte, teils vereiste Unterlage.
Heute, Donnerstag, zieht Kaltfront durch. Abkühlung, vorübergehend Schneefall in Bergen. 5 bis höchstens 10 cm trockener Schnee. Auf krustiger Unterlage verbindet sich neuer Schnee nicht gut mit altem, Nordwestwind weht neuen Schnee an exponierten Stellen in Windkissen. Freitag verstärkt sich Nord- bis Nordwestwind etwas, transportiert Schnee weiter in Windkissen an Südseiten von Graten und Übergängen. Lawinengefahr steigt besonders im Hochgebirge. Gefährlich Orte mit Aufwindschnee. Samstag und Sonntag trocken, Sonntag wieder deutlich wärmer. Schnee wandelt sich langsam um, etwas schneller ab Sonntag vor allem auf sonnigen Hängen. Montag tagsüber beginnen Niederschläge von Westen.
Schneefallgrenze zwischen 700 und 900 m ü. NN. Erwartet 10 bis 20 cm Schnee. Lawinengefahr steigt noch etwas mehr.
Neues Bulletin Dienstag, 3.1.2012.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Grades nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO