Schneelage in den Bergen 29.3.2013
29.03.2013
Am Donnerstag war sonniges Wetter. An sonnigen Hängen wurde die Schneedecke tagsüber weich und etwas verdichtet, im Schatten blieb der Schnee nur im Hochgebirge trocken. Da es bis abends bewölkt wurde, fror der Schnee nachts nicht überall an. Die Schneefallgrenze stieg bis heute auf ca. 1800 m ü. NN. Tiefer unten wandelt und setzt sich der Schnee schneller um. Neue Niederschläge brachten bis heute Morgen in die Julischen Alpen und westliche Karawanken bis 20 cm Schnee, anderswo in unsere Berge bis gut 5 cm. Die Schneefallgrenze lag bei ca. 1400 m ü. NN.
Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 420 cm Schnee, auf 1500 m bis 290 cm und auf 1000 m von 70 bis ca. 80 cm. Anderswo in unseren Bergen auf 1500 m von 90 bis 150 cm, auf 1000 m von ca. 20 bis 50 cm.
Der Schnee ist meist weich und locker, unter der Schneefallgrenze matschig. Im Hochgebirge viele Windhäuser und Triebschneeablagerungen.
Lawinengefahr im Hochgebirge 3. Stufe, unter ca. 1500 m 2. Stufe. Von ausreichend steilen Hängen können einzelne Lawinen von teils gebundenem Schnee abgehen. Schon bei geringer Zusatzbelastung kann man schnell Windschnee-Lawinen auslösen.
Bis Montagmorgen bewölktes und nebliges Wetter in den Bergen mit häufigem Niederschlag. Reichlicher in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Dort kann bis Montagmorgen mehr als 50 cm Schnee fallen, anderswo 20 bis 40 cm, am meisten zwischen Samstagvormittag und Sonntagvormittag. Im Hochgebirge steigt die Lawinengefahr. Vor allem ab Sonntagmorgen sind spontane Lawinen von neuem, schwach gebundenem Schnee zu erwarten. Südwestwind bildet neue Windhäuser und Triebschnee.
Neuer Bericht wird am Montag, 1.4.2013 morgens herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr ist erheblich, d.h. 3. Stufe nach europäischer 5-stufiger Skala.
Quelle: ARSO