Schneelage in den Bergen 6.2.2017
6.02.2017
Allgemeiner Gefahrenstand - Montag, 6. 2. 2017
Gefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, Windschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter frischer Schnee mit Wind
Risikobewertung
Die Lawinengefahr hat sich durch Neuschnee erhöht und ist ERHEBLICH, Stufe 3 im größeren Teil unserer Berge oberhalb etwa 1200 m Seehöhe. Tiefer ist weniger Schnee, daher ist die Gefahr meist MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit Windschnee. Es sind spontane Ausrisse zahlreicher kleiner und mittelgroßer Lawinen zu erwarten, auch einzelne größere Lawinen sind möglich. Die Schneedecke ist auch potenziell instabil, da bereits bei geringer Belastung der Schneedecke eine Lawine von schlecht verhaftetem frischem Schnee ausgelöst werden kann, an Stellen mit Windschnee auch eine Plattenlawine.
Schneelage
Bis heute Morgen ist in unseren Bergen 30 bis etwa 70 cm Schnee gefallen. Mehr Schnee fiel im westlichen und südlichen Teil der Julischen Alpen vor allem oberhalb etwa 1200 m Seehöhe, weniger Neuschnee tiefer und anderswo in den Bergen. Unter etwa 1500 m war der Schnee meist nass und haftete besser am Untergrund als höher, wo er trocken war. Der Südwestwind hat ihn in Verwehungen getrieben. Da es in mehreren aufeinanderfolgenden Intervallen schneite, hat sich der Neuschnee bereits etwas abgesetzt. Es gab Ausrisse von schlecht verhaftetem Neuschnee.
Erwartete Wettersituation
Heute bewölkt, Schneefall lässt nach und hört in der Nacht meist auf, etwas Niederschlag noch im südlichen und südöstlichen Slowenien. Die Schneegrenze schwankt hauptsächlich abhängig von der Niederschlagsintensität, liegt aber meist über etwa 800 m Seehöhe. Morgen und in den nächsten Tagen trocken, aber ziemlich bewölkt und gelegentlich in den Bergen neblig. Niedrige Bewölkung herrscht vor, sodass Gipfel länger über den Wolken sein können. Temperatur bleibt durchgehend unter null. Meist wehen Winde aus Ostrichtungen.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Bis morgen früh voraussichtlich noch 10 bis 20 cm Schnee, der hauptsächlich im östlichen und zentralen Teil unserer Berge fällt, im Westen nur wenig. Wegen niedriger Temperaturen setzt sich die Schneedecke nur langsam ab und umwandelt sich, der Ostwind trägt feinen Schnee in Verwehungen und lagert ihn an den Westseiten von Graten und Sätteln ab. Lawinengefahr ändert sich bis mittags nicht, langfristig nimmt sie langsam ab. Hauptgefahren sind Windschnee und steilere Hänge.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 8. 2. 2017
Quelle: ARSO