Schneelage in den Bergen 7.4.2017
7.04.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 7. 4. 2017
Die Gefahr liegt in Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Nassschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist morgens und teilweise vormittags GERING, Stufe 1. Am Tag steigt sie durch tägliche Erwärmung und Sonneneinstrahlung vor allem auf sonnigen Hängen auf MÄSSIG, Stufe 2. Gefährdet sind vor allem steile Hänge sowie Stellen mit windtransportertem Schnee auf schattigen Lagen. Auf steileren Hängen sind Grundlawinen von Nassschnee möglich.
Schneeverhältnisse
Der Schnee ist, außer in Hochgebirgskesseln, gut umgewandelt. Die Schneedecke ist morgens meist vereist und hart, stellenweise vereist. Am Tag wird sie vor allem auf schattigen Lagen weich, tiefer auch im Schatten. Die Schneehöhe ist ungleichmäßig, an windexponierten Stellen ist auch im Hochgebirge vielerorts frei von Schnee.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute mäßig bis meist bewölkt, etwas mehr Klarheit in den westlichen Julischen Alpen. Ab morgen wieder mehr Sonnenschein und wärmer. Die Gefrierhöhe liegt morgen bei ca. 2500 m ü. NN, Sonntag und Montag in Gipfelhöhe. Dienstag bewölkt mit Niederschlag. Abkühlung, Schneefallgrenze sinkt auf ca. 1200 m ü. NN. Niederschläge enden bis Mitwochnachmittag.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist relativ stabil, aber durch hohe Temperaturen und Sonneneinwirkung tagsüber etwas labiler vor allem auf sonnigen Lagen. Nachts gefriert sie und ist morgens hart und stellenweise vereist. Die Schneedecke taut rasch. Von steilen Hängen können Nassschneelawinen, auch Grundlawinen, abgehen, da die Schneedecke tiefer durchnässt bis zum Boden ist. Dienstag fallen voraussichtlich 10 bis ca. 20 cm Neuschnee. Oberhalb ca. 1600 m kann Neuschnee von steilen Hängen abrutschen. Die Lawinengefahr steigt.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 12. 4. 2017
Quelle: ARSO