Schneelage in den Bergen 9.2.2011
9.02.2011
In den letzten Tagen war es in den Bergen warm und sonnig. Die Schneedecke ist tagsüber krustig geworden und nachts gefroren. Die Oberkruste hat sich verstärkt. In schattigen Lagen blieb der Schnee trocken und schwach umgewandelt.
In den Julischen Alpen sind bei 2500 m ca. 340 cm Schnee, bei 1500 m ca. 90 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m ca. 15 cm Schnee. Die Oberfläche ist meist mit Kruste bedeckt, die morgens menschliches Gewicht hält, tagsüber aber weich wird. In Mulden gibt es stellenweise noch Pulverschnee, eventuelle Kruste ist dünner. Auf windexponierten Lagen und schattigen Lagen in tieferen Höhen ist Schnee stellenweise vereist.
Lawinengefahr ist Stufe 1. Abrutschgefahr besonders morgens und vormittags, während mittags und nachmittags auf sonnigen Hängen Schnee weich wird und Wanderer oder Skifahrer auf dünner Schicht weichen Schnees abrutschen kann.
Heute Nacht hat es in Höhen abgekühlt. Gefriergrenze bei ca. 1300 m ü. NN. Auch morgen keine größeren Veränderungen.
Die Schneedecke wird sich also mittags und nachmittags nur auf sonnigen Hängen weichen, in Mulden bleibt Schnee trocken oder gefroren.
Auch auf sonnigen Hochlagen wird Schnee tagsüber nicht mehr so weich wie in den letzten Tagen. Umwandlung langsamer, schneller nur im Mittelland. Bis Freitagmorgen ändern sich Lawinenlagen kaum.
Nächster Bericht erscheint Freitag, 11. Februar.
Allgemeine Lawinengefahr gering, d.h. Stufe 1 auf europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO