Schneeverhältnisse 10.4.2015
10.04.2015
Die Lawinengefahr liegt meist im Grad 1, steigt tagsüber aber durch Sonneneinwirkung auf Grad 2.
Die Schneedecke ist grundsätzlich stabil, wird jedoch mittags und nachmittags vor allem auf sonnenexponierten Hängen etwas weicher und labil.
Das Risiko ist gering. Spontan können sich nur kleine Schneebrettchen und Sulzlawinen auf südseitigen Hängen mittags und nachmittags lösen. Eine Lawine kann auf sehr seltenen steilen Hängen ausgelöst werden, besonders bei höherer Zusatzbelastung mittags und nachmittags, wenn unter Sonneneinfluss die Schneedecke innerfeucht wird und an der Oberfläche weich.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es in den letzten Tagen meist klar. Es wurde allmählich wärmer, gestern lag die Nullgradgrenze bei ca. 2500 m ü. NN. Die Schneedecke wurde tagsüber auch auf sonnenexponierten Flanken im Hochgebirge innerfeucht, nachts gefror sie wieder. In tieferen Lagen schmolz sie. In schattigen Hochlagen wandelte sich der Schnee langsam um und setzte sich, blieb aber tagsüber meist gefroren.
Die Schneehöhe ist stark ungleichmäßig. In den Julischen Alpen bei 2500 m ü. NN bis ca. 210 cm Schnee, bei 1500 m bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen weniger Schnee, bei 1500 m bis ca. 30 cm. Wesentliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1100 m ü. NN, auf südseitigen Hängen meist oberhalb ca. 1400 m.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist in höheren schattigen Lagen meist krustig bedeckt, sonst hauptsächlich hart und stellenweise vereist, Schnee auf windexponierten Stellen bis zur alten Basis weggeblasen. Tagsüber wird Schnee bei Sonnenschein auf sonnenexponierten Hängen weich und friert nachts wieder zu.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist klar. Morgen gelegentlich mehr schichtige und durchsichtige Bewölkung mit Sockel hoch über den Gipfeln, spät nachmittags auch einige Kumuluswolken. Abend und Nacht zum Sonntag sowie Sonntagnachmittag einzelne kurze Schauer möglich. Schneehöhengrenze heute ca. 2800 m ü. NN, morgen und Sonntag ca. 2500 m.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Auf südseitigen Hängen wird die Schneedecke tagsüber weicher und bedingt instabil. Daher steigt tagsüber besonders auf sonnigen Hängen die Lawinengefahr auf Grad 2. Nachts gefriert der Schnee und wird wieder stabil. Im Mittelgebirge sättigt sich die Schneedecke bis zum Boden. Daher ist Schnee morgens und vormittags hart und vereist, mit Rutschgefahr.
Nächster Bericht am Montag, 13.4.2015.
Quelle: ARSO