Schneeverhältnisse 10.4.2020
10.04.2020
Gefahrstufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Nassschnee, günstige Verhältnisse
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1800 m ü. M. MÄSSIG, Stufe 2, tiefer NIEDRIG, Stufe 1. Bei tagestäglichem Erwärmen steigt auf sonnigen Hängen die Gefahr von Nassschneelawinen. Plattenlawinen durch starke Belastung auf steilen Hängen mit Windschneeablagerungen, die noch in Hochlagen vorhanden sind, auslösbar. Vor allem morgens und vormittags Rutschgefahr auf gefrorener und vereister Schneedecke. Tiefer gering wegen geringer Schneemenge.
Schneeverhältnisse
Bei klarem Wetter und warmer Luftmasse dünnt die Schneedecke tagsüber vor allem auf Südhängen aus und friert nachts ein. Überwiegt Schmelz-Rinde-Prozess. Im Vorland taut schneller. In Hochlagen noch Windschnee, auch dort Kruste auf sonnigen Flächen. Wind- und sonnenexponierte Gelände mindestens morgens und vormittags hart und teils vereist.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, morgen und Sonntag vormittags meist klar, nachmittags mäßig bewölkt. Schneefallgrenze auf Höhe höchster Gipfel oder höher. Meist schwacher Südwestwind. Sonntag etwas kräftiger, Montag mäßiger Südwest. Mehr Kumuluswolken, Wolken an Graten westlicher und südlicher Julischer Alpen. Dienstag bewölkt mit Schauern. Abkühlung, Nordwinde.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Bis Montag ähnlich. Frühlingssituation: morgens und vormittags Lawinengefahr gering, später vor allem auf Südhängen steigend. Morgens und früh vormittags vor allem in Hochlagen Rutschgefahr. Zunehmende Unterschiede zwischen Süden und Norden, auf Südhängen Schnee abnehmend. In der Nacht zum Montag durch stärkeren Wind sehr wahrscheinlich kein Einfrieren außer in Kaltluftseen und geschützten Hochlagen. Dienstag Einfrieren, Neuschnee zu wenig für erhöhte Lawinengefahr. Schneedecke meist stabil.
Nächste Ausgabe: Dienstag, 14. 4. 2020
Quelle: ARSO