Schneeverhältnisse 10.5.2019
10.05.2019
Die Lawinengefahr liegt auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala bei Stufe 2 – MAßIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, verharschter Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr liegt im Hochgebirge oberhalb etwa 1800 m Seehöhe bei MAßIG, Stufe 2, tiefer in der Regel GERING, Stufe 1. Gefährdet sind steile Hänge sowie windbelastete Stellen, wo bei stärkerer Belastung des Schneebretts vor allem Lawinen vom Platten-/Ortstaludtyp ausgelöst werden können. Besonders heute wird sich bei relativ sonnigem Wetter die Gefahr mittags und nachmittags auf sonnigen Hängen etwas erhöhen.
Schneeverhältnisse
Oberhalb etwa 1500 m Seehöhe ist seit Montag 5 bis 20 cm Schnee gefallen, der sich mit dem Untergrund relativ gut verbunden hat. Der Südwestwind hat Verwehungen gebildet. Die Schneedecke ist meist weich, im Hochgebirge oberhalb etwa 1800 m ist der Schnee trocken. Windexponierte Stellen sind ausgefegt, es gibt viele Verwehungen und Platten. Tiefer, unterhalb etwa 1800 m, wo wenig Neuschnee gefallen ist oder es geregnet hat, ist der Schnee meist hart oder teilabgeschmolzen, stellenweise liegt eine dünne Schicht Neuschnee darauf.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute zunächst meist klar, mittags und nachmittags wechselnd bewölkt und zeitweise neblig mit einzelnen Schauern. Der Wind bleibt schwach, tagsüber setzt Südwestwind ein. Die Nullgradgrenze steigt auf etwa 2500 m Seehöhe. Morgen ist im östlichen Teil unserer Berge noch teilweise sonnig, sonst wechselnd bis meist bewölkt. In den westlichen Julischen Alpen treten ab Mittag vereinzelt leichte Niederschläge auf, teils Schauer. Der Südwestwind nimmt zu. Am Sonntag bewölkt und neblig mit vereinzelten Niederschlägen. Es kommt zu einem kräftigen Nordwind. Es wird kälter und bis abends sinkt die Schneefallgrenze im Nordwesten auf etwa 1200 m Seehöhe, sonst bleibt sie voraussichtlich oberhalb 1600 m. Am Montag bewölkt und neblig. Vereinzelt noch Niederschläge, die Schneefallgrenze sinkt allmählich auf etwa 1000 m über dem Meer. Es weht kräftiger Nordostwind.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke setzt sich und wandelt sich um. Die Sonne wirkt vor allem heute, morgen nur noch teilweise im östlichen Teil unserer Berge. Freitag und Samstag ändern sich die Lawinenverhältnisse kaum. Ab Sonntag kommt wieder Neuschnee hinzu. Im Hochgebirge können bis Montagmorgen bis zu etwa 30 cm fallen, weniger im östlichen Teil unserer Berge. Bei dieser Menge wird die Lawinengefahr Zunehmen.
Nächste Ausgabe: Montag, 13. 5. 2019
Quelle: ARSO